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Hückelhoven
Zehn Jahre Tafel-Hilfe bei zunehmender Armut

Hückelhoven: Zehn Jahre Tafel-Hilfe bei zunehmender Armut
Besteck und Porzellan sind zur Zeit bei der Tafel sehr gefragt. Im Einsatz unter anderen (v.l.): Stefanie Röder, Krimhild Witges und Siegrid Rembges. FOTO: JÜRGEN LAASER
Hückelhoven. Vom kleinen Ladenlokal an der Mokwastraße zur geräumigen Ausgabestelle mit Lebensmittel-, Bekleidungs- und Haushaltswarenbereich in zwei nebeneinander liegenden Häusern am Friedrichplatz: Der Verein Hückelhovener Tafel feierte jetzt sein zehnjähriges Bestehen und wollte bei dieser Gelegenheit Sponsoren "Danke" sagen.

Zehn Jahre, in denen Armut und Bedürftigkeit stark zugenommen haben. Krimhild Witges ist die Initiatorin der Hückelhovener Tafel, seit 2009 auch die Vereinsvorsitzende. Sie koordiniert die Verteilung der Spenden. "An jedem Ausgabetag registrieren wir fünf bis zehn Neuanmeldungen", berichtet die engagierte Hückelhovenerin. Am Anfang versorgte sie Not leidende Familien, die ihr die evangelische Pfarrerin Irene Schlawin nannte, mit Lebensmitteln. Eine Metzgerei und ein Bäcker aus Hilfarth stifteten dafür Wurst und Brot. "Das durfte ich immer freitags nach Ladenschluss abholen", erinnert sich Krimhild Witges.

Inzwischen hat ihr Hilfsprojekt ganz andere Ausmaße angenommen. Etwa 70 bis 80 Helferinnen und Helfer sind ehrenamtlich für die Hückelhovener Tafel im Einsatz - sie holen übrig gebliebene Lebensmittel in den Supermärkten ab, sortieren Kleidung, registrieren neue Tafel-Kunden, die einen Berechtigungsschein des Sozialamts, Renten- oder Arbeitslosengeldbescheid vorzeigen.

Auch für Flüchtlinge, die im Stadtgebiet leben, ist die Hückelhovener Tafel da. Insgesamt verzeichnet die Tafel, die auch die Ausgabestellen in den evangelischen Gemeindezentren in Baal und Wassenberg beliefert, rund 600 Kunden, die maximal an zwei der drei Ausgabetage pro Woche einkaufen dürfen.

Auch Bürgermeister Bernd Jansen stattete dem engagierten Tafel-Team um Krimhild Witges einen Besuch beim Sponsorentag zum Jubiläum ab. Er dankte den Ehrenamtlern für ihren Einsatz. Sachspenden - benötigt werden zurzeit vor allem warme Winterkleidung sowie haltbare Lebensmittel in Konserven - werden immer mittwochs in der Zeit von 14 bis 17 Uhr entgegen genommen. Und Hobbygärtner dürfen bei der Hückelhovener Tafel Obst und Gemüse aus eigenem Anbau abgeben.

(DG)
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