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HÜckelhoven
Zirkusprogramm aus Liebe gemacht

HÜckelhoven: Zirkusprogramm aus Liebe gemacht
Radu Placintu auf dem Drahtseil wird unterstützt von Annika Seidl. FOTO: Jürgen Laaser
HÜckelhoven. Die Schüler im Zirkus Pepperoni lieben den Zirkus, und sie widmeten der Liebe ihr neuestes Programm. Von Philipp Schaffranek

Der Zirkus Pepperoni, die Zirkus AG des Hückelhovener Gymnasiums, präsentierte seine neue Show. Nach "Zimmer frei!" im vergangenen Jahr hieß es nun "All you need is love". Lehrerin und AG-Leiterin Bianca Schiff, die das Motto ausgesucht hatte, erklärte: "Liebe. Das ist doch das, was wir in der Welt jetzt gerade brauchen." Ihre Artisten zeigten jedoch nicht nur die schönen Seiten der Liebe.

Alle Facetten der Liebe sollten am Freitagabend artistisch auf der Bühne der Hückelhovener Aula gezeigt werden. Liebe ist vieles, war die Botschaft. Neben Freundschaft, Hingabe, Leidenschaft, Harmonie und Mut auch Eifersucht und Verzweiflung.

Der Abend begann mit einem gebrochenen Herzen. Nach seiner Diabolo-Nummer, bei der er zeitweise zwei Diabolos jonglierte, hinterm Rücken, über und unter dem Bein, um den Kopf oder beim Jackeausziehen, zerriss Patrice Joachims es unter hämischen Lachen. Liebe hat es nicht immer einfach. Und in der Liebe ist auch nicht immer alles einfach, zeigten die Clowns Eva-Marie Deckers und Valeria Sumin bei einem Streit um die Badewanne. Mit Schubsen, vielen kleinen Tricks, den anderen aus der Badewanne zu locken, brachten sie die Zuschauer, unter denen auch viele Kinder waren, zum Lachen.

Carolin Lenz und Molly Davey turnten gemeinsam im Luftring. Mal parallel, mal mit einer gemeinsam Rolle oder anderen Figuren. Das war erst einmal genug Harmonie, denn anschließend duellierten sich Issa Bogus und Louis Kuss beim Jonglieren. Ihr Auftritt endete aber mit Versöhnung. Genauso wie der von Yasemin Sentürk und Lucy Jannssen, die zuvor als Freundinnen auf das Trapez stiegen, sich dort aber erst stritten.

Laute Musik, gleißendes Scheinwerferlicht und Nebel setzten die Bühne der Aula während der Premiere in Szene. So auch das Duell von Elia Rohloff, Julian Weigelt und Robert Langen, die sich nach gewagten Trampolinsprüngen aufeinander stürzten. Eine besondere Atmosphäre schaffte der Drahtseilakt von Radu Placintu, der die Aufmerksamkeit von Annika Seidl gewinnen wollte. Geschickt balancierte er mit einer Rose in der Hand. Die Anstrengung war erfolgreich: Hand in Hand verließen die beiden die Bühne.

Ein Höhepunkt der Veranstaltung war der Auftritt von Lukas Lenz, Kaalef Mabrouk und Fan Chen. Sie kletterten, turnten und sprangen an den Chinesischen Mast, die neuste Attraktion der Pepperonis. Zum ersten Mal kam er zum Einsatz und erlaubt neue, beachtenswerte Auftritte. Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte. Dass dieses Sprichwort auch in der Liebe gelten kann, zeigten Adrian Nachtmann, Laura Schlutter, Lukas Sachse und Max Schill in einer Clownnummer: Zwei Männer streiten an einer Bar, doch die ganze Mühe ist vergebens. Die Streithähne bleiben außen vor. Der lachende Dritte gewinnt.

Wie Harmonie funktioniert, verdeutlichten die Schüler, die sich alle sehr selbstbewusst auf der Bühne bewegten, mit Akrobatik. Im Rhythmus der Musik lieferten Eva-Marie Deckers, Hannah Scholz, Valeria Sumin, Charlotte Ewers, Hannah Kallen, Deborah Schlutter, Annika Seidl und Julia Henftling eine gute Show mit Radschlägen, Hebungen und Tanzeinlagen. Akrobatik am Tuch gehört ebenfalls zum Repertoire der Pepperonis: Coralie Jakobs konnte bei dieser Disziplin überzeugen.

Vor dem großen Finale, bei dem alle Artisten noch einmal richtig Zirkus-Stimmung in der Hückelhovener Aula machten, hatte Lukas Sachse seinen großen Auftritt. Hatte er zuvor schon mit bis zu sechs Bällen jongliert, war es nun Feuer, das Sachse gekonnt durch die Luft kreisen ließ. Liebe ist eben auch entflammbar.

Quelle: RP
 
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