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Hückeswagen
1-Euro-Verein will auch Kleineres fördern

Hückeswagen: 1-Euro-Verein will auch Kleineres fördern
Der Wachturm der DLRG bekam neue Farbe. FOTO: Teifel/Kim (2)
Hückeswagen. Bei der Jahreshauptversammlung am Mittwochabend im "Justhof" waren sich die Mitglieder einig: Damit der Verein "(D)ein Euro für Hückeswagen" weiter wachsen kann, muss man auf die Hückeswagener Bevölkerung zugehen. Von Wolfgang Weitzdörfer

Rund 250 Mitglieder hat der 1-Euro-Verein seit seiner Gründung vor ziemlich genau zwei Jahren bislang für seine Idee gewinnen können. Das sei zwar noch ein gutes Stück vom nach wie vor geltenden Ziel entfernt, zehn Prozent der Hückeswagener als Mitglieder zu haben (das wären dann rund 1500). Dennoch sei der Verein einer der wenigen in der Schloss-Stadt, die kontinuierlichen Zuwachs hätten, betonte der stellvertretende Vorsitzende Andreas Pohl auf der Versammlung. "Und das ist doch wirklich eine großartige Sache", ergänzte der Vorsitzende Yong-Hun Kim. Nun sei man allerdings an einem Punkt angelangt, an dem man sich für ein weiteres Wachstum umorientieren müsse.

So schloss sich über diese Umorientierung eine rege Diskussion an die Vorstandswahl an, bei der Kim ebenso als Vorsitzender im Amt bestätigt wurde, wie Pohl als sein Stellvertreter. Man sei zwar ein wachsender Verein, der jedoch im Gegensatz zu einem Sportverein "nichts im Angebot" habe, merkte Schatzmeister Bernd Lindmeyer an: "Wir sammeln Geld, um es für Projekte zu verwenden. Aber wir haben kein echtes Vereinsleben." Es sei aber die Frage, ob das die Mitglieder überhaupt wünschten, kam ein Einwand.

Die Nachwuchs-Kicker des RSV 09 bekamen neue Bälle. FOTO: Y-H Kim

Dennoch herrschte Konsens, mit der Vereinsidee mehr und offensiver auf die Menschen in der Schloss-Stadt zuzugehen: "Wir werden etwa ein neues Logo suchen und versuchen, dies in die Köpfe der Menschen zu verankern", sagte Pohl.

Eine weitere Idee, von der Pohl sagte, dass sie in der nächsten Vorstandssitzung diskutiert werde, kam aus den Reihen der Mitglieder: "Wir sollten häufiger einmal kleinere Projekte unterstützen. Denn dann sind wir öfter präsent, als wenn wir unsere zwei großen Projekte im Jahr haben", sagte Norbert Bangert, der zusammen mit Frank Henrich und Stefan Turk neu in den 14-köpfigen Beirat gewählt wurde, der die eingegangenen Vorschläge auf Plausibilität, Realisierbarkeit und Finanzierbarkeit prüft. Auch hier wünsche man sich mehr Beteiligung der Bevölkerung: "Es kommen immer wieder einmal gute Vorschläge", sagte Kim. Wünschenswert wäre es aber, wenn da noch mehr kommen würde. Der Vorsitzende verband dies mit einem Aufruf an die Hückeswagener: "Wenn jemandem beim Spaziergang durch die Stadt oder beim Einkaufen etwas Verbesserungswürdiges auffällt, dann kann er sich gerne bei uns melden. Wir sind dankbar für jeden Vorschlag und werden diese genau prüfen."

Für den Imkerverein gab es Unterstützung für den Imkerstand. FOTO: Y-H Kim

Kim blickte ansonsten auf ein gutes Jahr für den Verein zurück: "Wir haben zwei Projekte umgesetzt. Zum einen gab es das Vereinspaket: Fußbälle für den RSV 09, Farbe für den Wachturm der DLRG und Unterstützung für den Imkerstand des Imkervereins." Dazu kam die Finanzierung der Weihnachtsbeleuchtung an der Marktstraße: "Das hat uns viele neue Mitglieder eingebracht und ist insgesamt sehr gut angekommen", sagte Kim. Bei einem Stadtrundgang im Oktober, organisiert von Norbert Bangert, habe man zahlreiche Projektideen sammeln können. Eine davon werde nun als Nächstes umgesetzt, sagte Pohl: "Für die Umgestaltung der Fassade des Bürgerbads mittels Graffiti steht nächste Woche ein erstes Treffen mit Vertretern des Vereins und des Bürgerbads an. Das Projekt geht seinen Weg." Dass die Vereinsidee für die Stadt Vorbildcharakter hat, konnte Pohl ebenso vermelden: "In Wipperfürth gibt es seit kurzer Zeit auch einen Förderverein. Das erste Projekt waren übrigens Bänke", sagte er schmunzelnd. Auch der Hückeswagener Verein finanzierte zu Beginn seiner Tätigkeit Bänke im Stadtgebiet.

Quelle: RP
 
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