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Hückeswagen/Wipperfürth
25-Jähriger leitet ab Oktober den Bauhof

Hückeswagen/Wipperfürth: 25-Jähriger leitet ab Oktober den Bauhof
Magnus Bernhardt tritt zum 1. Oktober die Nachfolge von Guido Hochhardt an und wird Leiter des gemeinsamen Baubetriebshofs für die Städte Hückeswagen und Wipperfürth. FOTO: michael schütz
Hückeswagen/Wipperfürth. Seit mehr als neun Monaten ist die Stelle des Leiters für den gemeinsamen Baubetriebshof der Städte Hückeswagen und Wipperfürth unbesetzt. Jetzt folgt Magnus Bernhardt auf Guido Hochhardt, der zum Landesbetrieb gewechselt ist. Von Joachim Rüttgen

Die beiden Bürgermeister, Dietmar Persian aus Hückeswagen und Michael von Rekowski aus Wipperfürth, überraschten gestern bei der Vorstellung des neuen Leiters für den gemeinsamen Baubetriebshof. Kein "erfahrener Hase", sondern ein "junger Hüpfer" soll die Geschicke der 45 Mitarbeiter am Standort Egener Straße künftig lenken. Magnus Bernhardt (25) tritt am 1. Oktober seine neue Stelle an und wird Nachfolger des zu Jahresbeginn zum Landesbetrieb Straßen NRW gewechselten Guido Hochhardt. Fast neun Monate war die Stelle vakant, "aber der Bauhof hat weiter bestens funktioniert, was wir dem stellvertretenden Leiter Thomas Schneppel und seinem Team zu verdanken haben", lobte von Rekowski.

Er bezeichnete die interkommunale Einrichtung als außerordentlich wichtig. Aus dem im Oktober 2013 gestarteten Projekt sei längst gelebte Realität geworden, die bei den Bürgern in beiden Städten höchste Aufmerksamkeit hervorrufe. "Auf wirtschaftlicher und operativer Ebene ergeben sich für beide Kommunen Vorteile", sagte er.

Einen Nachfolger für Hochhardt zu finden, sei schwieriger gewesen als gedacht. Nach den Ausschreibungen hätten sich kein geeigneter Kandidat gefunden. Durch und Mund-zu-Mund-Propaganda sei man auf Bernhardt gestoßen. "Ich bin im Frühjahr im Internet auf die Stellenausschreibung gestoßen", sagte der 25-Jährige. Im Juni habe er sich beworben. Der ehemalige Pastor Thomas Jablonka von der Wipperfürther Kirchengemeinde St. Nikolaus und heutige Kreisdechant in Siegburg hatte zudem einen Kontakt zu von Rekowski hergestellt: Bernhardt hatte als Minijobber für die Gemeinde gearbeitet, dort Rasen gemäht und die Sträucher geschnitten. Dietmar Persian freut sich auf die Zusammenarbeit mit dem neuen Bauhofleiter, "weil er eine ideale Kombination aus wirtschaftlichem Vorwissen durch sein BWL-Studium und die Vertiefung im Bereich Landschafts- und Tiefbau mitbringt", sagte er. Das passe hervorragend. Die betriebswirtschaftliche Sicht auf die Dinge und eine noch bessere Strukturierung in den Abläufen seien wichtig, um den Bauhof auch künftig erfolgreich zu lenken.

Persian verwies auf die Unterhaltung der Grünflächen in beiden Städten, die zurzeit teils heftig diskutiert und kritisiert werde, weil eben alles enorm wachse und wuchere. Da passt es bestens, dass Bernhardt aus der grünen Branche kommt und ihm die Grünunterhaltung sehr am Herzen liegt. Er müsse sich ab dem 1. Oktober zwar zunächst intensiv in die Abläufe des Bauhofs einarbeiten, aber er wisse genau, dass Grünflächen im Innenstadtbereich große Aufmerksamkeit erzeugen und immer in einem vernünftigen Zustand sein müssen. "Grünflächen im innerstädtischen Raum werden künftig auch durch die Klimaveränderungen immer wichtiger", sagte der 25-Jährige. Die Temperaturunterschiede von Stadt zu Land würden auch im Bergischen nicht selten zehn Grad betragen. Entsprechendes Grün in den Innenstädten könne das Klima positiv beeinflussen und die Feinstaubbelastung reduzieren. Persian: "Optik ist vor allem für die zentralen Bereiche einer Stadt sehr wichtig."

Dass es durch sein junges Alter zu Konflikten mit den Kollegen kommen könnte, glaubt der neue Mann nicht. "Ich hoffe auf ein gutes Miteinander", sagte Bernhardt, der laut von Rekowski noch ein Führungskräftecoaching absolvieren soll. Der Bauhof solle geführt werden wie ein Unternehmen im Unternehmen. Deshalb gebe es auch Zielvorgaben - zum Beispiel, dass der Bauhof künftig nicht teurer werden darf.

Persian hat beim Blick in den Haushalt 2016 und 2017 bereits festgestellt, dass der Bauhof wirtschaftlich besser dasteht und sich auch die Auslastung deutlich verbessert. Er sehe viel Entwicklungspotenzial.

Quelle: RP
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