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Hückeswagen
Ab Montag gilt nur noch die neue IBAN

Hückeswagen. Privatkunden von Banken und Sparkassen müssen sich ab sofort umstellen, denn ab dem 1. Februar sind die SEPA-Regeln auch für sie verpflichtend. Die Kreditinstitute in Hückeswagen sehen aber keine Probleme auf sich zukommen. Von Markus Plüm

Die Regeln des einheitlichen europäischen Wirtschaftsraums (SEPA) gelten ab kommenden Montag auch für Privatkunden von Sparkassen und Banken. Die bislang nicht verpflichtenden Zahlenmonster IBAN und BIC sind dann bei jeder Überweisung anzugeben, Kontonummer und Bankleitzahl entfallen dadurch. Was IBAN überhaupt ist, welche Besonderheiten zu beachten sind und welche Hilfestellungen die verschiedenen Kreditinstitute in Hückeswagen anbieten, hat die Redaktion einmal zusammengefasst.

Was ist die IBAN?

IBAN steht für International Bank Account Number, es ist also eine internationale Kontonummer. Sie besteht aus einer 22-stelligen Zahl, die sich aus einem Ländercode (in Deutschland DE), einer zweistelligen Prüfziffer sowie den altbekannten Bankleitzahlen und Kontonummern zusammensetzt. Sind das weniger als 22 Stellen, wird mit Nullen aufgefüllt. 33 europäische Länder haben diese neue Nummer eingeführt.

Was gilt ab 1. Februar? Und warum?

Überweisungen, Daueraufträge und Lastschriften dürfen ab Montag nur noch im IBAN-Format erfolgen. Alle Zahlungen, die in alter Form vorgenommen werden sollen, dürfen von den Kreditinstituten nicht mehr akzeptiert werden. Ursprünglich sollten die neuen Regeln bereits vor eineinhalb Jahren eingeführt werden. Für Unternehmen und Vereine wurde SEPA am 1. August 2014 bereits zur Pflicht, Privatpersonen bekamen eine Schonfrist.

Erwarten die Banken Probleme?

Nach Aussagen der verschiedenen Kreditinstitute wird die Umstellung relativ reibungslos vonstattengehen. "Durch die lange Umstellungszeit konnten sich unsere Kunden daran gewöhnen, es geben daher nur noch sehr wenige ihre Überweisungsträger im alten Format ab", sagt Martin Wiesemann von der Sparkasse Radevormwald-Hückeswagen. Und bei der Volksbank Remscheid-Solingen seien es im Dezember auch nur noch rund zwei Prozent der Kunden gewesen, die sich noch hätten umstellen müssen, berichtet Pressesprecherin Kristina Hellwig. "Das sind in etwa 20 Überweisungen pro Tag, die noch im alten Format eingehen." Auch bei der Volksbank Oberberg (Raiffeisenbank) erwartet man keine Probleme. "Wir sind selbst überrascht, wie problemlos das alles abläuft. Wir haben nur etwa zehn falsche Überweisungsträger pro Tag. Aber das sind nur Nebengeräusche", sagt Sprecher Thomas Knura.

Welche Hilfe bieten die Institute an?

Um den Umstieg zu erleichtern, wird Sparkasse-Kunden beim Online-Banking und an den SB-Terminals unter die Arme gegriffen - alle alten Eingaben werden automatisch ins neue Format konvertiert. "Unsere Mitarbeiter sind auch angewiesen, keine alten Überweisungsträger mehr anzunehmen und gegebenenfalls beim Ausfüllen der neuen Form zu helfen", sagt Wiesemann.

Die Volksbank Remscheid-Solingen bietet auf ihrer Homepage Ausfüllhilfen an, an allen Automaten sind zudem Aufkleber mit deutlichen Hinweisen angebracht. "Bis zum 31. Januar nehmen wir noch alte Überweisungsträger an. Danach schreiben wir die Kunden an, dass die Überweisung nicht ausgeführt werden konnte - allerdings passiert auch das nur zwei Monate kostenfrei."

Auch die Volksbank Oberberg hat seit geraumer Zeit darauf verzichtet, alte Überweisungsträger herauszugeben. Darüber hinaus bietet sie ihren Kunden ähnlich wie die Sparkasse einen Konvertierungsrechner im Internet und an den SB-Terminals an.

Quelle: RP
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