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Hückeswagen
Abkühlung am heißesten Tag des Jahres

Hückeswagen: Abkühlung am heißesten Tag des Jahres
Bei Temperaturen, die weit über 30 Grad lagen, suchten einige Tausend Besucher Entspannung und ein kühles Plätzchen an der Bever-Talsperre. Das Parkleitsystem bewährte sich, dennoch mussten einige Autos abgeschleppt werden. FOTO: moll
Hückeswagen. Mensch und Tier pilgerten am Samstag zur Bever-Talsperre - darunter auch 200 Schornsteinfeger. Mit einem kühlen Getränk, schattigen Plätzchen oder einer Schwimmrunde ließ sich die Hitze von mehr als 30 Grad aushalten. Von Heike Karsten

Es war kaum noch grüne Wiese zu sehen, so nah lagen die Decken in der Badebucht nahe der "Zornigen Ameise". Ein Gewusel an Menschen gab es nicht nur am Ufer der Bever-Talsperre, sondern auch im Wasser. Denn Abkühlung war am bislang heißesten Wochenende des Jahres dringend nötig - und das nicht nur für Zweibeiner. Auch die beiden Hunde von Marco Winterhagen hatten Spaß im Wasser. "Mir persönlich ist es heute zu voll hier, aber es gibt ja nicht viele Anlaufstellen in der Umgebung, wo man mit Hunden hingehen kann", sagte der Remscheider.

Hitzewelle 2015: Abkühlung an der Bever-Talsperre FOTO: Moll, Jürgen

Ruth Gietz ging mit ihrem Biewer-Terrier "Mecky" ins Wasser. "Er ist erst 16 Wochen alt und kann noch nicht schwimmen", sagte die Rösratherin. "Man kühlt auch im Wasser gar nicht so richtig ab", sagte sie. Das Wasser hatte sich bis zum Wochenende auf bis zu 25 Grad aufgeheizt. Die vier DLRG-Wachstationen an der Bever-Talsperre waren mit vier Booten und vielen Helfen im Einsatz. Bei ihren Streifzügen entlang des Ufers fielen ihnen Sonnenbrandopfer auf, die die Intensität der Sonne in Wassernähe offensichtlich unterschätzt hatten.

"Da werden Morgen definitiv einige Probleme habe", sagte André Grutz von der DLRG. Fleißig waren die Lebensretter schon Samstagmorgen: Um acht Uhr putzten sie das Bootshaus für das DLRG-Sommerfest am kommenden Wochenende heraus. "Bei der Hitze ist man selber froh, wenn man sich wenig bewegen muss", sagte Grutz über die schweißtreibende Arbeit. Ein schattiges Plätzchen unter einer großen Buche hatten sich der DLRG-Vorsitzende Wolfgang Neuhaus und Tim Gayko gesucht, von wo aus sie die gesamte Badebucht im Blick hatten und im Notfall schnell eingreifen konnten. Probleme, einen Parkplatz zu finden, hatten die meisten Besucher nicht. Auf den großen Wiesen, die als kostenlose Parkflächen ausgewiesen sind, wurden die meisten Gäste fündig. "Wir sind seit 14 Uhr hier und haben gleich einen Parkplatz gefunden", sagte Marco Winterhagen.

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Das Parkleitsystem scheint somit zu greifen und hilft besonders auswärtigen Besuchern bei der Suche. Dennoch wurden, trotz Einbahnstraßenregelung, vereinzelt Zufahrts- und Rettungswege zugeparkt, wodurch das Ordnungsamt einiges zu tun hatte. Laut Beobachtungen eines Badegastes mussten auch Autos abgeschleppt werden. Ebenso wurde darauf geachtet, dass keine Grillfeuer entzündet wurden, denn dadurch steigt die Waldbrandgefahr. Wer dennoch nicht auf eine Bratwurst verzichten wollte, reihte sich im Ausflugslokal "Zornige Ameise" in die nicht abreißende Warteschlange ein. "Wir arbeiten hier mit System, das läuft super", sagte Betreiber Lorenz Mick.

Am Samstagvormittag bewirtete der Gastronom zusätzlich etwa 200 Teilnehmer des Biker-Treffs der Schornsteinfeger aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die "Schorni-Biker" kamen im Tross von Castrop-Rauxel aus nach Hückeswagen und stärkten sich hier.

Quelle: RP
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