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Hückeswagen
Abwasserbetrieb bleibt für Stadt eine "kleine Goldgrube"

Hückeswagen. Die schlechte Haushaltslage der Stadt wäre noch miserabler, gäbe es da nicht den städtischen Eigenbetrieb Abwasserbeseitigung. Im Schnitt bringt er der Stadt mehrere hunderttausend Euro.

Er war 1989 ausgegliedert worden und wird seitdem als städtischer Eigenbetrieb geführt. Schon seit 2006 wurden, entsprechend einem Grundsatzbeschluss des Stadtrats, die darin erwirtschafteten Gewinne an den allgemeinen Haushalt abgeführt, um Löcher zu stopfen - jährlich im Schnitt mehr als 600.000 Euro.

Christian Schulz, der stellvertretende Betriebsleiter, erläuterte den Wirtschaftsplan des Eigenbetriebs am Donnerstagabend im Betriebsausschuss Abwasserbeseitigung. Demnach steht in der Plan-Bilanz für 2017 ein Überschuss von 636.220,66 Euro. Das entspricht in etwa den Gewinnen der Vorjahre, womit das Defizit im allgemeinen Haushalt schon spürbar gesenkt werden kann. Darüber hinaus sollen 400.000 Euro aus dem Eigenkapital des Abwasserbetriebs an den städtischen Haushalt rückgeführt werden. 2016 waren es 700.000 Euro, in früheren Jahren aber auch noch deutlich mehr - so etwa 2,2 Millionen Euro in 2014.

Durch die Rückführung von Eigenkapital an die Stadt muss der Abwasserbetrieb Darlehen aufnehmen, um größere Investitionen finanzieren zu können. Er profitiert dabei von den weiterhin sehr niedrigen Zinsen auf dem Kreditmarkt.

Die größten Investitionen in diesem Jahr waren die Planungen für das Gewerbegebiet West 3 im Bereich Junkernbusch/Kammerforsterhöhe, das ab 2018 erschlossen werden soll.

(büba)
 
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