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Heisser Draht
Ärger um nicht gestutzte Bäume und Hundehaufen

Heisser Draht: Ärger um nicht gestutzte Bäume und Hundehaufen
Hoch gewachsen sind die Bäume an der Gutenbergstraße. FOTO: büba
Hückeswagen. Gertrud Wieken ist sauer - und das gleich aus zweierlei Gründen. Die Anwohnerin der Gutenbergstraße beklagte jetzt am "Heißen Draht" unserer Redaktion, dass Hundehalter häufig ihre Mülltonnen und die der Nachbarn als Abfalleimer für Beutel mit Hundekot nutzen. Zum anderen kritisierte sie, dass die Bäume unter der Hochspannungsleitung nahe ihres Hauses nicht mehr beschnitten werden. Von Stephan Büllesbach

"Wir sind zwölf Anlieger, die hier an einer Privatstraße wohnen", berichtete Gertrud Wieken. Wenn die Abfalltonnen an der Straße stünden, fände sie darin immer wieder Beutel mit Hundehaufen. Offenbar hineingeworfen von Hundehaltern, die mit ihren Tieren im nahe gelegenen Waldstück Gassi gehen. Selbst in der grünen Papiertonne hat die Anwohnerin schon solche Hinterlassenschaften entdeckt. Zwar würden die Hundehalter die Beutel wieder herausnehmen, nachdem sie sie angesprochen hat. "Aber dann werfen sie sie woanders hin", ist sich Gertrud Wieken sicher - und fordert, dass die Stadt im Bereich der Gutenbergstraße Behälter für Hundekot aufstellt.

"Das werden wir nicht tun", stellt Bauamtsleiter Andreas Schröder klar. Die Anschaffung solcher Behälter sei nicht entscheidend. Vielmehr müssten sie regelmäßig von den Mitarbeitern des Bauhofs angefahren werden zum Leeren und Warten. Dazu kämen die Müllbeutel. Das alles kostet Geld, das die Stadt momentan nicht hat. Schröder: "Die Gutenbergstraße hat auch nicht ein erhöhtes Aufkommen an Hundehaltern wie etwa die Wupper-Vorsperre."

Gertrud Wieken würde es zudem gerne sehen, dass die Bäume nahe des Hochspannungsmastens wieder gestutzt würden. "Die sind so hoch gewachsen, dass sie mir die Sonne nehmen", klagte sie. Früher hätte das RWE sie regelmäßig zurückgeschnitten. "Da ist jetzt irgendwie der Wurm drin", meinte die Anwohnerin.

Dazu sagte Sonja Gerrath von der Geschäftsleitung des regionalen Energieversorgers BEW: "Unsere Niederspannungsleitungen liegen im Bereich der Gutenbergstraße in der Erde." Der Hochspannungsmast mit der dazugehörenden Leitung gehöre wahrscheinlich Westnetz. Dessen Mitarbeiter würden einmal im Jahr die Hochspannungsleitungen mit einem Hubschrauber abfliegen, um zu schauen, wo Bäume die Stromleitung bald erreichen würden. "Bei Bedarf werden sie dann zurückgeschnitten."

Im Bereich von Gertrud Wieken und ihrer Nachbarn dürfte es aber noch dauern, bis die Baumkronen an die Leitungen heranreichen. Daher werden sie wohl bis auf Weiteres auch nicht gestutzt.

Quelle: RP
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