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Hückeswagen
Ansichten einer weihnachtlichen Stadt

Hückeswagen: Ansichten einer weihnachtlichen Stadt
In der BZG-Geschäftsstelle betrachten (v.l.) Michael Witkowski, Iris Kausemann und Brigitte Buß die Bilder, die einst Theo Dörpinghaus während seines Einsatzes als BM-Lokalreporter machte. FOTO: Jürgen Moll
Hückeswagen. Im Rahmen des Offenen Adventskalenders präsentierte der Verein Bergische Zeitgeschichte am Samstagvormittag eine Fotoausstellung mit Bildern des langjährigen BM-Lokalreporters Theo Dörpinghaus in der BZG-Geschäftsstelle. Von Wolfgang Weitzdörfer

Theo Dörpinghaus war von 1949 bis 1980 als Lokalreporter für die Bergische Morgenpost in Hückeswagen im Einsatz. Er hat in diesen langen Jahren dafür gesorgt, dass die Ereignisse in der Schloss-Stadt nicht nur in Text, sondern auch in Bildern festgehalten wurden. Am Samstagvormittag hatte der Verein Bergische Zeitgeschichte im Rahmen des Offenen Adventskalenders eine Fotoausstellung mit weihnachtlichen Ansichten Hückeswagens organisiert, allesamt von Theo Dörpinghaus fotografiert. "Wir haben ohnehin immer am ersten Samstag im Monat geöffnet. Und in diesem Jahr haben wir uns dafür entschieden, beim Offenen Adventskalender mitzumachen und eine Auswahl weihnachtlicher Bilder von Theo Dörpinghaus zu präsentieren", sagte Iris Kausemann, Vorsitzende des Geschichtsvereins.

Im Rahmen des Offenen Adventskalenders, der von der Beratungsstelle Sucht der Diakonie in diesem Jahr erstmals in der Schloss-Stadt organisiert wurde, präsentieren sich Vereine und Institutionen der Öffentlichkeit, die diese ansonsten vielleicht gar nicht so deutlich wahrnehmen. Darunter eben auch der Verein Bergische Zeitgeschichte, das Jugend- und Sozialwerk Gotteshütte oder auch Bürgermeister Persian, der vor Weihnachten Märchen für Kinder vorlesen wird.

Die Ausstellung ist zwar klein, dafür aber hochinteressant. "Die meisten der Bilder sind aus den 60er- und 70er Jahren, wir haben sie dazu noch thematisch geordnet", erklärte Kausemann. Und in der Tat: Kaum ein Farbfoto war an den Stellwänden zu entdecken, dafür Ansichten eines völlig verschneiten Islands, eine Marktstraße, die im Schnee versinkt oder eine wunderschöne Panoramaaufnahme der Schloss-Stadt mit gezuckerten Dächern und Türmen. Aber es waren vor allem die Aufnahmen, die den Alltag im vorweihnachtlichen Hückeswagen zeigten, die das Besondere der Ausstellung ausmachten.

So war etwa ein Postauto zu sehen, in dem sich die Pakete mit Geschenken schon stapelten, der Postbote war gerade am Einladen der zahlreichen Pakete, Kinder sahen ihm dabei zu. Aufnahmen vom Anbringen der Weihnachtsbeleuchtung in der Marktstraße zeigen, dass auch schon vor 50 Jahren mit Kran und Leiter das Island aufgehübscht wurde und sich da über die Jahre gar nicht so viel geändert hat. Ebenfalls schön, weil nicht alltäglich, waren Innenansichten der Pauluskirche und der katholischen Kirche St. Mariä Himmelfahrt, die schon weihnachtlich geschmückt waren. Vermutlich waren die Bilder kurz vor den Weihnachtsgottesdiensten aufgenommen worden. Das waren stille Zeitzeugen eines Hückeswagens, das sich natürlich über die Jahrzehnte verändert hat. Und auch das ist Dörpinghaus zu verdanken: Er bewahrte mit seiner Arbeit Erinnerungen für kommende Generationen. Auch die einer Weihnachtsfeier aus den 60er Jahren, auf der sich vielleicht der eine oder andere alteingesessene Hückeswagener noch erkannt haben könnte...

Wer sich eine weihnachtliche Ansicht mit nach Hause nehmen wollte, konnte dies entweder in Form des Bildbandes "Mit der Zeiss durch Hückeswagen" machen, oder aber sich eine bedruckte Tasse oder ein Frühstücksbrettchen kaufen. Geschenkt bekam dies Marie Nanzig. Die junge Frau hatte beim Stadträtsel auf dem diesjährigen Altstadtfest den ersten Preis gewonnen.

Quelle: RP
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