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Hückeswagen
Anwohner von Purd fordern Tempo 30

Hückeswagen. Sie hatten den Autofahrer mit Handzeichen angedeutet, die Geschwindigkeit zu drosseln. Doch das tat er offenbar nicht. "Er machte lediglich einen Schlenker um die Menschen und übersah den dahinter laufenden Kater", schreiben Dima Zito und Ernest Martin, Anwohner der Ortschaft Purd, in einem Antrag an das Straßenverkehrsamt in Gummersbach. Die Katze sei nur eines von mehreren Tieren, die in diesem Bereich auf der engen K 14 in der Vergangenheit totgefahren worden seien. "Es ist nur eine Frage der Zeit, bis auch ein Mensch schwer verletzt wird oder sogar zu Tode kommt." Daher fordern Zito und Martin, die in Purd die Praxis "LebensWege" betreiben, dass in der Ortschaft die erlaubte Geschwindigkeit auf maximal 30 Kilometer pro Stunde gesenkt wird. Der Antrag werde von den Anwohnern und den Beschäftigten des Vereins alpha unterstützt.

Die Kreisstraße, die von Straßweg bis zur B 506 nahe Wipperfürth-Wipperfeld führt, ist größtenteils sehr schmal. Erst bei Boxberg nahe der Bundesstraße wird sie breiter. Auch in Purd geht es sehr eng zu, einen Gehweg gibt es nicht. Die Antragsteller berichten, dass es bislang keine Geschwindigkeitsbegrenzung gibt. Das wird von manchen Auto- und Motorradfahrern offenbar ausgenutzt, denn häufig zeichneten sich diese durch einen "sportlichen" oder rücksichtslosen Fahrstil aus. Selbst Rennradfahrer würden die Strecke als "Hochgeschwindigkeits-Auslaufstrecke" nutzen.

"Man könnte nun davon ausgehen, dass die Fahrer eigenverantwortlich ihre Geschwindigkeit drosseln, zumindest wenn sie Menschen oder Tiere auf der Fahrbahn sehen", schreiben Zito und Martin. "Leider haben wir immer wieder die Erfahrung gemacht, dass dies nicht selbstverständlich ist." Daher soll nun umgehend in Purd Tempo 30 eingerichtet werden.

(büba)
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