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Hückeswagen
Apotheker beraten über richtigen Sonnenschutz

Hückeswagen. Noch macht sich die Sonne in diesem bergischen Sommer etwas rar und strahlt nur tageweise von einem wolkenlosen Himmel. Aber die Sommerferien haben begonnen, und damit reisen auch viele Hückeswagener in sonnigere Gegenden. Dann kann die Sonneneinstrahlung sehr intensiv sein. "Daher ist ein sorgfältiger Sonnenschutz wichtig", betont Martina Dammüller, Pressesprecherin der Apotheker im Oberbergischen Kreis. So könne Hautkrebs und einer vorzeitigen Hautalterung wirksam vorgebeugt werden.

Die Apotheker im Oberbergischen Kreis beraten jetzt wieder alle Patienten zum Thema "Sonnenschutz". Sie bestimmen den jeweiligen Hauttyp und geben wichtige Tipps zu Wirkung und Anwendung der Sonnenschutzmittel. Besonders wichtig sei die Beratung für Menschen, die Arzneimittel einnehmen, sagt Dammüller. Denn bestimmte Arzneimittel wie einige Antibiotika oder Blutdruckmittel können die Lichtempfindlichkeit der Haut stark erhöhen.

"Welcher Lichtschutzfaktor benötigt wird, ist vom Hauttyp, der Eigenschutzzeit der Haut sowie der Länge des Sonnenbades und der Intensität der Sonne abhängig", erläutert sie. Die fachkundige Bestimmung des jeweiligen Hauttyps und eine gezielte Beratung seien wichtig für die Wahl des richtigen Lichtschutzfaktors.

Von den sechs Hauttypen gehört die Mehrheit der Deutschen dem sehr lichtempfindlichen nordischen Typ oder Phototyp II an, der eine Eigenschutzzeit von zehn bis 20 Minuten hat. "Nach Ablauf dieses Zeitraums reagiert die Haut mit einer Rötung und Hautschäden können entstehen", macht die Apothekerin deutlich. Multipliziere man den auf einem Sonnenschutzmittel angegebenen Lichtschutzfaktor (LSF) mit der Eigenschutzzeit der Haut, erhalte man die Zeitspanne in Minuten, die man sich mit Sonnenschutz maximal in der Sonne aufhalten dürfe.

"Die rechnerische Dauer sollte jedoch nur bis zu 60 Prozent ausgereizt werden", rät Martina Dammüller. Ob der Lichtschutzfaktor (LSF) hält, was er verspricht, hängt davon ab, wie reichlich und gleichmäßig die Haut mit dem Sonnenschutzmittel eingecremt wird. Ein Erwachsener sollte durchschnittlich mindestens 36 Gramm - das entspricht etwa drei Esslöffeln - Sonnenschutzmittel verwenden, um sich von Kopf bis Fuß einzucremen. "Einmal üppig eincremen bietet einen besseren Schutz über den Tag, als mehrmals sparsam auftragen."

Schweiß, Sand, Wasser und Trockenrubbeln mit dem Handtuch können die Wirksamkeit des Sonnenschutzes deutlich verringern. Daher sollte man mehrmals am Tag nachcremen, auf jeden Fall nach jedem Abtrocknen. "Dabei ist zu beachten, dass das Nachschmieren die Schutzwirkung nur aufrecht erhält und keinesfalls verlängert", sagt Martina Dammüller.

Säuglinge und Babys sollten generell vor Sonneneinstrahlung geschützt werden. Da auch im Schatten noch ein großer Teil der Strahlung messbar ist, sollte auf Schutz durch Kleidung und geeignete Sonnencreme nicht verzichtet werden.

(rue)
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