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Hückeswagen
Architektur der Zukunft steht am Weierbachblick

Hückeswagen: Architektur der Zukunft steht am Weierbachblick
Zum "Tag der Architektur" hatten Architekt Michael Koppetsch (l.) und die Eigentümer Klaus und Renate Poranzke eingeladen. FOTO: Nico Hertgen
Hückeswagen. Zum 20. Mal warben Architekten am "Tag der Architektur" für ihre Branche mit Referenzobjekten. Das Energie-Plus-Haus der Familie Poranzke im Weierbachblick war eines der 376 Objekte in NRW. Von Heike Karsten

Vom unverbaubaren Weitblick über Wiesen und Pferdekoppeln, den die Terrasse der Familie Poranzke im Neubaugebiet Weierbachblick bietet, waren die Besucher beim Betreten des Hauses sofort fasziniert. Doch das Einfamilienhaus mit 215 Quadratmetern Wohnfläche hat weit mehr zu bieten. Es ist ein Energie-Plus-Haus und produziert dank Sonnenkollektoren und einer modernen Haustechnik mehr Energie als die Familie selbst verbraucht.

Dass auch ein Energie-Plus-Haus ganz individuell geplant werden kann, beweist Architekt Michael Koppetsch aus Burscheid. Er plante und konzipierte das Haus zusammen mit den Bauherrn, Klaus und Renate Poranzke. Am Samstag präsentierte der Architekt das Ergebnis am "Tag der Architektur" allen Interessierten und überraschte damit die Besucher. "In so einer ländlichen Umgebung erwartet man das gar nicht", sagte Juan Ortega aus Remscheid mit Erstaunen. Der Architekt besichtigte am Wochenende mehrere Objekte seiner Berufskollegen für neue Inspirationen. "Mir gefällt vor allem die Technik", sagte der Fachmann über das Einfamilienhaus.

Eigentümer Klaus Poranzke demonstrierte die Photovoltaikanlage auf dem Dach zur regenerativen Stromerzeugung, die Sole-Wasser-Wärmepumpe sowie die kontrollierte Wohnungslüftung. Als Vertriebsleiter der Buderus-Niederlassung Bielefeld beschäftigt er sich täglich mit dem Thema Wärmeerzeugung. Das monatliche Monitoring, bei dem die Eckdaten der Energieerzeugung und Verwendung abgelesen werden, bestätigt die Prognosen: Durch die intelligente Haustechnik wird sich die Anschaffung in einer bestimmen Anzahl von Jahren amortisieren. Das Gebäude entspricht bereits jetzt der Energiesparverordnung, die Gebäude ab dem Jahr 2020 einhalten müssen. "Es ist ein Haus der Zukunft" sagte Klaus Poranzke.

"Gute Architektur trägt ganz entscheidend zu einem Mehr an Lebensqualität bei", bekundete Bundesbauministerin Dr. Barbara Hendricks in ihrem Grußwort zur Veranstaltung. Das können Renate und Klaus Poranzke nur bestätigen. Sie haben ihre Entscheidung, ihr Haus auf dem Dierl zu verkaufen und noch einmal neu zu bauen, nicht bereut. Dabei vertrauten sie auf die Qualitäten ihres Architekten aus der eigenen Verwandtschaft.

Neben der Energieeinsparung legten die Bauherren Wert auf Barrierefreiheit in der unteren Etage sowie ein helles, lichtdurchflutetes Wohnambiente. Der Einladung zur Besichtigung des Neubaus folgte auch das Ehepaar Waltraud und Wilfried Paffrath aus Wegerhof. Die Nachbarn des Wohngebiets waren besonders an der Aufteilung der Räumlichkeiten und der modernen Heizung interessiert.

Ihr eigenes Haus baute das Ehepaar schon vor über 40 Jahren, wie sie erzählten. Besonders stolz sind die Paffraths auf der Außengelände rund um ihre Eingenheim. "Wir haben 4000 Quadratmeter Grundstück und 120 Buchsbaumkugeln", berichtete das Ehepaar.

Quelle: RP
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