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Hückeswagen
Auftakt für Neubau an der Bachstraße

Hückeswagen: Auftakt für Neubau an der Bachstraße
So soll das fertige Haus an der Bachstraße aussehen. Elf barrierefreie Wohnungen und ein Penthouse. FOTO: Eversberg
Hückeswagen. Insgesamt 8500 Kubikmeter Erdreich werden derzeit von der Baustelle abtransportiert. Ende des kommenden Jahres soll das Mehrfamilienhaus mit elf Wohnungen und Penthouse fertig sein. Das Projekt soll drei Millionen Euro kosten. Von Wolfgang Weitzdörfer

Es ist ein riesiges Loch, das da gerade in den Hang an der Bachstraße gerissen wird. Gleich rechts vom Haus Nummer zwölf, der alten Tuchmachervilla, in der der Elterninitiativ-Kindergarten "Rappelkiste" seine Räumlichkeiten hat. Die ersten vorbereitenden Arbeiten waren bereits Ende Oktober zu beobachten, die großen Bagger und Lastwagen sind nun aber erst in der vergangenen Woche an der Baustelle eingetroffen. Im kommenden Jahr sollen dort insgesamt elf Eigentumswohnungen auf drei Etagen mit einem Penthouse in einem Mehrfamilienhaus mit Tiefgarage entstehen. Bauherr ist die Remscheider Wohnungsbaugesellschaft EVB des Hückeswagener Architekten Ralf Eversberg. Die EVB hatte bereits das Doppel-Mehrfamilienhaus an der Alten Ladestraße, direkt am Bergischen Kreisel, gebaut.

Zunächst habe man das Gelände für die Baustelle vorbereitet, erklärt Eversberg: "Wir mussten insgesamt 15 Bäume fällen und auch sonst einige Vorarbeiten erledigen." Das hätte allerdings nicht bis zum tatsächlichen Baubeginn gedauert, sagt der Architekt weiter, denn: "Es gab noch einige Details mit Straßen.NRW zu klären, das hat sich dann leider noch ein paar Tage länger hingezogen", sagt Eversberg. Dabei sei es vor allem um Details der Zufahrt ins Parkhaus gegangen, etwa die Sichtbedingungen für die Ausfahrt oder die Höhe der Mauer. Nun sei alles geklärt und die Bagger würden bis Anfang Dezember 8500 Kubikmeter Erdreich abbrechen und abtransportieren. "Der Bauschutt wird nach Burscheid in ein Industriegebiet gebracht. Dort wird das Material zur Auffüllung weiterverwendet", erklärt Eversberg.

Wenn die Erdarbeiten abgeschlossen sind, wird in den Hang gebohrt: "Insgesamt 660 Meter Bohrstränge sind da notwendig, in sechs Bohrungen à 110 Meter Tiefe", sagt der Architekt. Die Bohrungen sind für die Erdwärmeheizung, die im fertigen Objekt für warme Temperaturen in den Wohnungen sorgen wird. Diese Bohrungen dauern rund eine Woche, da Messungen vorgenommen werden müssen. "Wenn alles nach Plan verläuft, dann starten wir noch in diesem Jahr mit den Hochbauarbeiten", sagt Eversberg.

Widerstand gegen eine neue Bebauung der Bachstraße, an der viele alte Tuchmachervillen stehen, habe es nicht gegeben. Die Gespräche in Sachen Denkmalschutz seien ebenfalls problemlos und produktiv gewesen, sagt Eversberg: "Die Baugenehmigung war insgesamt kein Problem. Es gab lediglich ein paar Auflagen zum Denkmalschutz." So dürfe das fertige Objekt nicht höher sein als das benachbarte Gebäude an der Bachstraße 12, das Erdgeschoss müsse auf einer Höhe von vier Metern beginnen sowie die Straßenansicht an die benachbarte Bebauung angeglichen sein.

Ein Baubeginn im Winter sei kein Problem, sagt der Hückeswagener Architekt: "Beim Abbruch sowieso nicht. Wenn dann der Beton eingebaut wird, darf es aber nicht kälter als minus zwei Grad sein, beim Mauern muss die Temperatur mindestens ein Grad Plus betragen." Und sollte es in diesem Winter tatsächlich drei Wochen Dauerfrost geben, dann müssten die Arbeiten unterbrochen werden.

Von der Idee bis zum Baubeginn ist kaum ein Dreivierteljahr vergangen. Nun seien schon gut 70 Prozent der Wohnungen verkauft. "Wir haben auch weitere Interessenten, so dass wir zuversichtlich sind, bis Ende des Jahres alle Wohnungen veräußert zu haben", so Eversberg.

Quelle: RP
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