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Hückeswagen
Aus 800 Kilo Legosteinen entsteht Stadt

Hückeswagen: Aus 800 Kilo Legosteinen entsteht Stadt
Eifrige Baumeister (v.l.): Joshua (10), Kai Kruschinski, Lennard (11) und Nico (10) beschäftigen sich noch bis morgen mit einer kompletten Lego-Stadt. Wegen der großen Resonanz ist bereits eine Neuauflage in Planung. FOTO: wolfgang weitzdörfer
Hückeswagen. Im Gemeindehaus der Freien Evangelischen Gemeinde Lindenberg entsteht derzeit eine riesige Spielzeugstadt. So feiern die Kinder das 150-jährige Bestehen der Gemeinde. Morgen, Sonntag, gibt es zum Abschluss einen Gottesdienst. Von Wolfgang Weitzdörfer

Kai Kruschinski hat viel zu tun, wenn er im Gemeindesaal der Freien Evangelischen Gemeinde Lindenberg den Überblick nicht verlieren will. Seit Donnerstagnachmittag wuseln 35 Kinder zwischen acht und zwölf Jahren zwischen den vielen Tischen hin und her und suchen sich die Legosteine zusammen, die sie für ihr jeweiliges Projekt benötigen. Bis heute entsteht hier eine ganze Stadt aus den bunten Plastiksteinen.

Der Vorrat ist immens: "Wir haben den Lego-Anhänger des Bundesverbandes der Freien Evangelischen Gemeinden gemietet. Da sind etwa 800 Kilogramm Legosteine drin", sagt Kruschinski, der in der Gemeinde schon seit vielen Jahren die Jungenjungschar leitet und somit erfahren im Umgang mit aufgeweckten und aktiven Kindern ist. "Ich habe aber auch genügend Helfer mit dabei", sagt er und lacht. Am Donnerstagnachmittag sind es 15, zum Wochenende erwartet Kruschinski noch weitere. "Wir haben viel zu tun, 35 Kinder sind eine ganze Menge", sagt der Jungenjungscharleiter. Daher habe er auch nicht mehr als 35 Kinder angenommen. "Es hat aber einige Anmeldungen mehr gegeben, denen musste ich leider absagen", berichtet Kai Kruschinski.

Hintergrund der Lego-Bautage, an denen eine ganze Stadt nachgebaut werden soll, ist das 150-jährige Bestehen der Gemeinde. "Ich hatte das schon länger mal vorgehabt, den Lego-Anhänger gibt es seit zehn Jahren. Jetzt zum Jubiläum habe ich dann gesagt: Okay, jetzt machen wir es", sagt Kruschinski. Schließlich sei der logistische Aufwand für eine derartige Veranstaltung ziemlich groß. Die Kinder sind dabei nur zu einem geringen Teil aus der Gemeinde. "Wir haben die Einladungen auch an die Grundschulen geschickt, von dort sind sehr viele gekommen", sagt Kruschinski. Aber natürlich sind auch einige Kinder aus der Jungenjungschar mit dabei. So etwa Joshua, Lennart und Nico. Sie stehen konzentriert an einem der zahlreichen Tische, die voll von Schachteln mit den kleinen Steinen sind.

"Ich baue eine komplette Feuerwehrstation mit Hubschrauber, Rettungswagen und Feuerwehrauto", sagt der zehnjährige Joshua. Er hat sich eine der Sets herausgesucht, bei denen man nach Vorlage arbeitet. Der Hubschrauber und der Krankenwagen sind bereits fertig: "Ich habe noch eine ganze Menge zu tun, aber ich muss ja auch nicht heute fertig werden", sagt der Zehnjährige. Zu Hause baut er lieber mit Lego-Technik-Systemen: "Damit habe ich schon mit fünf Jahren angefangen", sagt Joshua.

Der elfjährige Lennart hat sich hingegen ein eigens Bauwerk ausgedacht. "Ich baue ein Haus auf einen Berg", sagt der Junge und deutet auf den grau-weißen Berg, auf dem er gerade anfängt, den Grundriss des Hauses zu bauen. Auch sein Freund Nico baut ein Haus: "Ich habe mir überlegt, dass obendrauf eine Hängebrücke kommen soll", sagt der Zehnjährige. Daheim spiele er auch viel mit Lego, entsprechend routiniert setzt er Stein auf Stein. "Wenn ich jetzt nicht spontan krank werde, will ich natürlich an allen drei Tagen mit dabei sein", sagt er und lacht.

Zwischendurch haben die Helfer einen Imbiss für die kleinen Baumeister organisiert. "Nach etwa einer Stunde machen wir eine kleine Pause, dann lese ich auch noch eine kurze geistliche Geschichte vor - und dann geht es weiter", sagt Kruschinski. Denn schließlich muss die Lego-Stadt bis zum morgigen Sonntag fertig werden. "Dann gibt es einen Abschlussgottesdienst, bei dem wir unsere Stadt präsentieren", sagt der Jungenjungscharleiter. Wegen der guten Resonanz plant er bereits eine Neuauflage: "Vielleicht nicht jedes Jahr, aber alle zwei Jahre kann ich mir das gut vorstellen."

Quelle: RP
 
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