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Hückeswagen
Ausstellung zu Etaples und Hückeswagen im Ersten Weltkrieg

Hückeswagen. Im Rahmen einer Ausstellung vom 8. bis 24. April im Heimatmuseum wird die gemeinsame Geschichte der Partnerstädte von 1914 bis 1918 aufgearbeitet. Von Wolfgang Weitzdörfer

Für die französischen Nachbarn ist der Erste Weltkrieg - "La Grande Guerre", wie er in Frankreich genannt wird, "der Große Krieg" - das große nationale Trauma. Größer noch als der nicht so weit zurückliegende Zweite Weltkrieg. Die gemeinsame Geschichte der Partnerstädte Hückeswagen und Etaples während des Ersten Weltkriegs hat Dr. Axel Bornkessel nun akribisch aufgearbeitet. Sein Buch "Im Schatten des Krieges. Hückeswagen und Etaples-sur-Mer während der Jahre 1914 bis 1918" wird zur gleichnamigen Ausstellung im Museum veröffentlicht: "Anlass für mich, dieses Projekt durchzuführen, ist das Jahr 2016, in dem sich die furchtbare Schlacht von Verdun zum 100. Mal jährt", sagte Bornkessel in einem Pressegespräch.

Der Kölner TV-Journalist, der mit seiner Frau Edith Gerhards auch in Hückeswagen lebt und sich in seiner beruflichen Karriere hauptsächlich der Literatur und dabei mehr und mehr historischen Sachbüchern gewidmet hat, legte beim Verfassen des Werks bewusst Wert darauf, keine Militärgeschichte zu schreiben. Das sei auch gar nicht möglich gewesen, führte er aus: "Weder in Etaples noch in Hückeswagen war Frontverlauf. In Etaples waren hingegen zahlreiche Lazarette, in denen vor allem britische Verwundete behandelt wurden." Daher verwundert es nicht, dass sich in der Nähe der Partnerstadt der größte britische Militärfriedhof befindet, auf dem rund 11.000 Menschen ihre letzte Ruhe gefunden haben, darunter auch 658 Deutsche.

Buch und Ausstellung beschäftigen sich vornehmlich mit der Sozialgeschichte jener Zeit, erläuterte Bornkessel, der sehr dankbar ist für die konstruktive Mitarbeit vor allem des aktuellen Bürgermeisters von Etaples, Philippe Fait, dessen Amtsvorgängers Jean-Claude Baheux und Gérard Duflos vom Etapler Partnerschaftskomitee. Auch Hückeswagens Bürgermeister Dietmar Persian ist von dem Projekt begeistert: "Ich bin vor zwei Jahren zum ersten Mal in Etaples gewesen, und mich hat vor allem der Friedhof tief beeindruckt."

Die Ausstellung wird am Freitag, 8. April, eröffnet und ist bis Samstag, 23. April, im Heimatmuseum zu sehen. "Wir werden dessen reguläre Öffnungszeiten dann erweitern", sagt Bornkessel.

Quelle: RP
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