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Sozialführerschein
Auszeichnung für 17 engagierte Montanusschüler

Sozialführerschein: Auszeichnung für 17 engagierte Montanusschüler
17 Hauptschüler wurden jetzt von Bürgermeister Dietmar Persian (l.) im Schloss empfangen und erhielten dort ihren Sozialführerschein. Der macht sich besonders gut bei Bewerbungen. FOTO: privat
Hückeswagen. HÜCKESWAGEN (büba) Sie haben Senioren im Johannesstift betreut oder mit Knirpsen im Kindergarten gespielt, und das alles ehrenamtlich. Für ihr soziales Engagement wurden am Donnerstag 17 Montanusschüler der Klassen neun und zehn mit dem Sozialführerschein ausgezeichnet.

Dieses Zertifikat dürfte sich einmal in den Bewerbungsunterlagen der Hauptschüler gut machen, egal für welchen Beruf. Beim Empfang im Schloss sagte Bürgermeister Dietmar Persian, dass er selbst als Jugendlicher begonnen habe, sich ehrenamtlich zu engagieren. Im Altenzentrum Johannisstift hatte er freiwillig Dienst auf der Pflegestation gemacht und später dort dann auch seinen Zivildienst absolviert. Persian dankte den Verantwortlichen des Projekts der Ehrenamtsinitiative "Weitblick", vor allem den beiden Hückeswagener Standortslotsinnen Margareta Coenen und Brigitte Vandenherz-Siebel, die die Zertifikate später an die Montanusschüler überreichten. Auch bedachte der Bürgermeister Lehrerin Susanne Franken von der Montanusschule, die Leiter und Mitarbeiter der Einsatzstellen und vor allem den Jugendlichen für ihre Teilnahme am Sozialführerschein mit Lob. Persian: " Das ist, was uns in Hückeswagen ausmacht: sich gegenseitig zu helfen und füreinander dazusein." Er appellierte an die Jungen und Mädchen, sich auch über den Sozialführerschein hinaus ehrenamtlich in Hückeswagen zu engagieren. Begeistert von ihrem Einsatz zeigte sich auch Kreis-Sozialdezernent Dr. Jorg Nürmberger. Er hob den großen Wert des ehrenamtlichen Engagements für die persönlichen Erfahrungen hervor. "So lernen junge Leute etwa, mit Menschen umzugehen, die demenzkrank sind." Arbeitgeber würden dieses ehrenamtliche Engagement zu schätzen wissen. Denn sie bevorzugten solche Bewerber, die sich für das Gemeinwohl einsetzten. "Kreisweit sind bisher mehr als 400 Sozialführerscheine vergeben worden", berichtete der Sozialdezernent.

Die Jugendlichen freuten sich nicht nur über die Auszeichnung, sondern auch über die gemachten Erfahrungen. So sagte Jasmin Kremer, die im Kindergarten Am Kamp gearbeitet hatte und dort nach den Ferien ihre Blockpraktika zur Kinderpflegerin starten will: "Ich habe durch mein Sozialführerschein-Praktikum eine Stelle bekommen für mein Berufspraktikum." Und Lea Feike, die sich im Heim für Demenzkranke "Wohnwerk" an der Montanusstraße engagiert hatte, sagte: "Eine Frau hatte schon immer auf mich gewartet. Das hat mich total berührt." Edith Busch, die Leitung der Sozialen Betreuung im Altenzentrum Johannesstift, hob anerkennend hervor, dass sie von der Offenheit der Schüler positiv überrascht worden wäre. Und Lehrerin Susanne Franken berichtete, dass die anfänglichen Zweifel einiger Schülern nach ihrem ersten Einsatz im Altenheim schon nach dem zweiten Tag überwunden waren. Folgende Schüler erhielten den Sozialführerschein: Nina Feuerhahn, Jasmin Kremer, Laura Ritzenhöfer, Justin Brochhardt, Lars Maibohm, Phillip Ennulat, Lea Gerhards, Nikola Danielsen, Meike Hilt, Ben Janz, Madeleine Lenzen, Leon Becker, Daniel Reinert, Ann-Sophie Schüßler, Lea Feike, Lisa und Svetlana Feringer.

Quelle: RP
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