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Hückeswagen
Awo-Kindergärten bleiben der Schloss-Stadt erhalten

Hückeswagen. Das Aufatmen im Margarethe-Starrmann- und Johanna-Heymann-Kindergarten der Arbeiterwohlfahrt (Awo) an der Montanus- und der Blumenstraße dürfte hörbar gewesen sein. Denn die Awo Rhein-Oberberg wird keine ihrer beiden Hückeswagener Einrichtungen schließen. 

Die Awo hatte im Januar angekündigt, einen Teil ihrer Kindertagesstätten und/oder offenen Ganztagsschulen im Oberbergischen und Rheinisch-Bergischen abstoßen zu müssen. Der Grund sind die Tarifabschlüsse im kommunalen Sozial- und Erziehungsdienst (die BM berichtete). Die im September von der Gewerkschaft Verdi erstrittenen deutlichen Gehaltssteigerungen für die Erzieher bringen den Träger in arge finanzielle Bedrängnis. Konkret geht es um einen jährlichen Betrag von etwa 870.000 Euro - diese Mehrkosten müsste die Awo für 579 Beschäftigte aufbringen.

Weniger Glück als die beiden Hückeswagener Einrichtungen haben hingegen sieben andere Kindertagesstätten. Awo-Sprecher Ingo Lang teilte jetzt mit, dass Einrichtungen in Nümbrecht, Bergneustadt, Waldbröl (jeweils zwei) und Reichshof abgegeben werden müssen. Der geschäftsführende Vorstand hat "sich enorm schwergetan mit der Entscheidung, die Trägerschaft an den genannten sieben Kitas abgeben zu müssen", erklärte Kreis- und Bezirksvorsitzende Beate Ruland. Sie und Awo-Geschäftsführerin Martina Gilles "bedauern außerordentlich, die qualitativ hochwertige Arbeit mit motivierten Teams aufgeben zu müssen". Eltern und Personal wurden bereits informiert.

(büba)
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