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Hückeswagen
Bänke im Island sind ein Bild des Jammers

Hückeswagen: Bänke im Island sind ein Bild des Jammers
Ein Hingucker sind sie nun wahrlich nicht mehr: diese und die weiteren Sitzgelegenheiten an der Islandstraße. An dieser Bank vor der Goldschmiede Rehn fehlt sogar ein Holzbrett des Sitzes. FOTO: Stephan Büllesbach
Hückeswagen. Die Aufhübschungsaktion hatte nur aufschiebende Wirkung: Im Juni 2015 waren die hölzernen Sitzgelegenheiten im Island, die damals schon ihre beste Zeit hinter sich hatten, anlässlich der "Nacht der Kunst" von Berliner Graffiti-Künstlern mit bunten Motiven verschönert worden.

Doch selbst die grellgelben Eulenaugen der Bänke neben dem Juwelier- und Optikergeschäft Mücher haben längst ihre Strahlkraft verloren. Und vor der Goldschmiede Rehn fehlt dem linken Sitz ein Holzbrett. Kein Wunder, dass die Anschaffung neuer Bänke fürs Island ein Vorschlag des Vereins "(D)ein Euro für Hückeswagen" ist bei der am 20. Juni startenden neuen Abstimmung unter den Mitgliedern (die BM berichtete).

Doch das stößt bei Elke Blumberg auf Kritik: "Es kann doch eigentlich nicht sein, dass dafür erst gespendet werden muss", sagte die Hückeswagenerin am "Bürgermonitor" unserer Redaktion. Es seien so viele Geschäftsleute da, die vor ihren Läden Ordnung halten und die Bänke pflegen könnten. Sie und ihre Nachbarn von der Blumenstraße würden schließlich auch die Bürgersteige in Ordnung halten.

Doch so einfach ist das nicht, denn die maroden Bänke sind im Eigentum der Stadt. "Daher liegt es auch an ihr, sie in Schuss zu halten", betonte Ute Seemann, Sprecherin der Werbegemeinschaft auf Anfrage. Zudem würden die Händler schon einiges tun zur Verschönerung des Stadtbilds; so stiften sie nach dem Umbau des Etapler Platzes ein Wipp-Tier für Kinder.

Bürgermeister Dietmar Persian weiß um die alten Bänke und ist erfreut, dass der 1-Euro-Verein bei einer entsprechenden Abstimmung neue Bänke fürs Island stiften will. "Das Budget der Stadt ist leider begrenzt", sagte er. Die Erneuerung von Bänken habe nicht die oberste Priorität. Und wenn die Bänke bei der Abstimmung nicht vorne landen sollten? "Dann müssen wir gucken, wo wir Geld für neue Bänke herbekommen können", sagte Persian.

(büba)
 
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