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Hückeswagen
Bahnhofstraße wird zum Kirmesplatz

Hückeswagen: Bahnhofstraße wird zum Kirmesplatz
Platzmeister Bernd Unke (l.) und sein Stellvertreter Alexander Schölzel hatten viel zu tun, den Fahrgeschäften und Buden der Kirmes ihre Plätze auf Bahnhofstraße, Etapler- und Bahnhofsplatz zuzuweisen. FOTO: J. Moll
Hückeswagen. Gestern startete das Schützenfest mit der Kirmes. Bis es soweit war, hatten die Platzmeister alle Hände voll zu tun - kuriose Absagen inklusive. Höhepunkt der Kirmes ist der 40 Meter hohe "Formular 1 Booster" auf der Bahnhofstraße. Von Heike Karsten

Das bunte Treiben zum Schützenfest ist bereits in vollem Gange, die Vorbereitungen dazu hatten jedoch mehrere Tage in Anspruch genommen. Für Platzmeister Bernd Unke und seinen Stellvertreter Alexander Schölzel war Donnerstag Großkampftag. Nachdem im vergangenen Jahr größere Lücken zwischen den Buden und Fahrgeschäften klafften, die durch kurzfristige Absagen zustandegekommen waren, ist besonders die Bahnhofstraße in diesem Jahr gut gefüllt.

"Sie wurde dieses Mal beidseitig bebaut, so dass es eine richtig schnuckelige Sache geworden ist", sagte Unke zufrieden. Zwischen die Stände fügen sich die Biergärten des City-Pubs und des Hotels Kniep ein. "Wir erhoffen uns davon, dass es gemütlicher wird und die Leute länger verweilen", fügte der Platzmeister des Schützenvereins hinzu. Die beiden Platzmeister wiesen die Stellplätze zu, achteten auf Sicherheitsaspekte wie Abstände und versorgten die Schausteller mit Wasser- und Stromanschlüssen.

Der Hingucker und Anziehungspunkt beim Schützenfest dürfte der 40 Meter hohe "Formular 1 Booster" aus Holland sein: Acht Fahrgäste können sich in zwei Gondeln gleichzeitig mit bis zu 105 Stundenkilometern durch die Luft wirbeln lassen. Insgesamt sechs Stunden dauerte der Aufbau der Attraktion am Donnerstag.

Während die Holländer das erste Mal in Hückeswagen sind, kommt Familie Dierichs aus Remscheid mit ihrem Grillstand schon seit 25 Jahren zum Schützenfest in die Schloss-Stadt und versorgt die Besucher mit Bratwurst und Steaks. Für Spiel und Spaß gibt es elektronisches Torwandschießen, Entenangeln, Dosen- und Pfeilwerfen sowie einen Hau-den-Lukas für Kinder. Kulinarisch stechen der Fischimbiss mit am Buchenfeuer zubereitetem Flammlachs und die Hamburger Bude "Bergische Bärbel" heraus.

Kritik im Vorfeld gab es am "Heißen Draht" der BM von Anwohnerin Karin Steinhilber. Sie und ihr Partner freuen sich zwar über das Schützenfest, zumal sie selber Mitglieder in einem Radevormwalder Schützenverein sind. "Aber man kann auch etwas leiser arbeiten beim Aufbau", sagte sie. Das gelte vor allem für die frühen Morgenstunden; so hatten die Arbeiten auf dem Etapler Platz bereits um 7 Uhr begonnen.

Der Aufbaulärm lässt sich laut Unke jedoch nicht vermeiden. "Wir haben früher dienstags mit dem Aufbau begonnen und haben jetzt den Start schon auf den Mittwoch verlegt", sagte Unke. Des Weiteren könne der Aufbau auf der Bahnhofstraße erst nach dem Wochenmarkt am Donnerstag ab 13 Uhr beginnen. Das Zeitfenster sei daher knapp bemessen. "Wir müssen die Zeit nutzen, das haut sonst nicht hin", betonte der Platzmeister.

Verärgert waren die Schützen darüber, dass auch in diesem Jahr kurzfristig zwei Schausteller abgesagt haben. Das Kuriose daran: Der Betreiber des "Breakdancers" hatte schon auf dem Bahnhofsplatz mit dem Aufbau begonnen. Nach einem Anruf packte er jedoch seine Sachen und verschwand aus der Stadt. Auf Nachfrage der Schützen sei angeblich die Stellfläche zu schräg gewesen. Die Platzmeister vermuten jedoch, dass der Schausteller ein besseres Angebot für das Wochenende erhalten hatte. Ob eine Strafe fällig wird, muss erst noch geprüft werden. "Zumindest hat er die Standmiete schon bezahlt", tröstete sich Alexander Schölzel.

Besonders ärgerlich ist das Verhalten, da andere Anfragen in der Vergangenheit aufgrund der Vollbelegung des Platzes abgesagt werden mussten. Die Verantwortlichen bemühten sich noch am selben Tag mit Hochdruck um Ersatz, damit besonders die Jugendlichen von der Auswahl der Fahrgeschäfte nicht enttäuscht sind. Fündig wurden sie jedoch nicht.

Quelle: RP
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