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Hückeswagen
Basar wird zum großen Weihnachtsmarkt

Hückeswagen: Basar wird zum großen Weihnachtsmarkt
Mit solchen - oder ähnlichen Hütten wie voriges Jahr in Dabringhausen - will der Freundeskreis im Sinnesgarten erstmals die Atmosphäre eines gemütlichen Weihnachtsmarktes schaffen FOTO: NH
Hückeswagen. Johannesstift ändert das Konzept für den traditionellen Weihnachtsbasar: Jetzt werden im Sinnesgarten zusätzlich Hütten aufgebaut zu einem gemütlichen Markt. Die Frauen des Handarbeitskreises stricken derzeit fleißig. Von Heike Karsten

In den Regalen schrumpfen die Wollvorräte, dafür füllen sich die Kisten und Körbe mit gestrickten Socken, genähten Kissen und gebastelten Adventsgestecken. Die Frauen des Bastel- und Handarbeitskreises, der dem Freundeskreis Johannesstift angeschlossen ist, nehmen nicht nur während ihrer Treffen an jedem Mittwoch im Park-Café die Stricknadeln in die Hand. "Komplizierte Sachen, bei denen man sich konzentrieren muss, machen wir zu Hause", sagt Ursula Schönrath, die vor sechs Monaten den Vorsitz der Handarbeitsgruppe übernommen hat. Auf dem Tisch stehen Kaffeekannen und Plätzchen. Die Damen klönen und lachen während des Strickens. Damit der neue Weihnachtsmarkt in diesem Jahr mit Waren gut gefüllt ist, legen sie sich mächtig ins Zeug. Zwei Vitrinen, die im Altenheim stehen, sind schon weihnachtlich dekoriert und gut gefüllt.

Bis Ende November soll noch einiges an Stricksachen hinzukommen, denn der traditionelle Weihnachtsbasar im Johannesstift wird sich vergrößern. Aufgrund der neuen baulichen Situation nach dem Abriss des Hauses Quellengrund hat sich der Freundeskreis in Abstimmung mit der Heimleitung dazu entschlossen, das Konzept zu ändern: Der Basar wird um einen kleinen, aber feinen Weihnachtsmarkt erweitert. Dazu sollen Außenhütten im Sinnesgarten - mit schönem Blick auf das Hückeswagener Schloss - hinzukommen. "Uns ist es sehr wichtig, dass die Bewohner des Johannesstifts an der Atmosphäre eines Weihnachtsmarktes teilhaben können", kündigt Sabine Müller, die Vorsitzende des Freundeskreises, an.

Angeboten werden festliche Waren wie Keramik- und Holzarbeiten, Schafwollprodukte, Stofftiere, Perlenschmuck, Gewürzzucker, -öle und -salze. Der Handarbeits- und Bastelkreis stellt wie gewohnt im Mehrzweckraum aus. Kulinarisch stehen hausgemachter Kuchen, frische Waffeln, Kaffee, Reibekuchen, Grillwürstchen, Popcorn, Glühwein und Punsch zur Auswahl. Musikalisch wird ein unterhaltsames Programm geboten.

Für den Weihnachts- und Frühjahrsbasar im Johannesstift sind die ehrenamtlichen Helferinnen das ganze Jahr über im Einsatz. Der Erlös aus dem Verkauf der Handarbeiten kommt den Heimbewohnern zu Gute. "Es gibt Geburtstagsgeschenke für alle Bewohner und Begrüßungsgeschenke für Neuankömmlinge", sagt Sibylle Rautenbach. Zudem unterstützt der Freundeskreis mit dem Erlös Anschaffungen, wie beispielsweise neue Balkonmöbel, den Heimbus oder die Stationsküchen.

Die Ehrenamtlerinnen des Handarbeitskreises sind zwischen 62 und 87 Jahren alt und teilweise der Gruppe schon seit der Gründung vor 36 Jahren treu, so wie Lony Raschke. "Neue Mitstreiter sind jederzeit willkommen", sagt Ursula Schönrath. Das Können der Damen ist vielseitig: Derzeit werden Dreieckstücher aus Mohairwolle gestrickt, Spitzen mit Occhi-Technik um Taschentücher geknüpft, Kissen genäht, und Deckchen mit Hardanger-Stickerei verziert. Marlies Dörpinghaus, Ilse Hombrecher und Andrea Botsch falten Goldengel-Anhänger und basteln Gestecke und Kränze.

Die Ständer und Regale füllen sich zusehends. An den Tisch der Strickdamen kommt eine Heimbewohnerin mit einem ausgefransten Bademantel in der Hand. Solcher kleinen textilen Reparaturen wie auch Auftragsarbeiten für die Bewohner nehmen sich die Damen ebenso an. Wegzudenken sind sie nicht mehr, auch wenn die Gruppe klein ist und der Nachwuchs fehlt. Die Basare im Stift leben vom Engagement der Ehrenamtlerinnen.

Quelle: RP
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