| 00.00 Uhr

Hückeswagen
Bauhof ist Schlaglöchern auf der Spur

Hückeswagen: Bauhof ist Schlaglöchern auf der Spur
Auf der Kölner Straße wurden die vielen Schlaglöcher jüngst großflächig mit einer neuen Asphaltschicht bedeckt. FOTO: peter meuter / Stephan Büllesbach (4)
Hückeswagen. Manche Straßen im Stadtgebiet sehen verheerend aus. Wie etwa die Heidenstraße, wo sich ein Schlagloch ans andere reiht. Der Bauhof hat jedoch andere Straßen bereits geflickt, wie die Kölner Straße. Grundlage für die Arbeiten ist die Straßenzustandserfassung von 2012/13. Von Stephan Büllesbach

Es ist unübersehbar: Die vielen Schlaglöcher in der Kölner Straße sind verschwunden - unter einer frischen schwarzen Schicht von Asphalt. Die Mitarbeiter des Bauhofs haben hier vor kurzem ganze Arbeit geleistet und die viel befahrene Straße großflächig mit Asphalt bedeckt. Doch auf ewig hält das nicht. Das weiß auch Bauamtsleiter Andreas Schröder: "Irgendwann werden wir die Straße wohl neu bauen müssen", sagt er im Gespräch mit unserer Redaktion.

Birkenweg (l.) und Heidenstraße (2. v. l.) brauchen dringend neuen Asphalt. In der Mozartstraße (2. v. r.) wurden kleinere Schlaglöcher ausgebessert. Der Falkenweg (r.) erhielt 2008 eine Komplettsanierung. FOTO: Stephan Büllesbach

Was das bedeutet, haben die Anwohner der Vogelsiedlung auf Wiehagen vor neun Jahren feststellen müssen: Sie mussten damals 70 Prozent der Kosten für die Komplettsanierung von Amsel-, Finken-, Schwalben-, Lerchen- und Falkenweg selber tragen, den Rest übernahm die Stadt - so wie es das Kommunalabgabengesetz NRW vorsieht.

2012/13 hatte die Stadt den Zustand ihrer Straßen erfassen lassen; die Ergebnisse flossen in eine Prioritätenliste ein. Nach der werden nun die städtischen Straßen und Wege saniert. Auch unternehmen Bauhof-Mitarbeiter aufgrund der Verkehrssicherungspflicht der Stadt regelmäßig Kontrollfahrten über die Gemeindestraßen. Gibt es nach einem Winter vereinzelt Schlaglöcher, werden sie mitunter mit Kalt- oder Heißasphalt provisorisch ausgebessert. Ein deutlich größerer Aufwand ist die großflächige Sanierung, wie jetzt an der Kölner Straße geschehen. Möglich ist auch das Abfräsen der obersten Deckschicht und eine neue Asphaltierung. Ist die Straße jedoch komplett marode, wie es etwa 2008 in der Vogelsiedlung der Fall war, muss sie neu gebaut werden - dann wird der Unterbau ausgekoffert, mit neuem Schotter verfüllt, auf den dann die verschiedenen Asphaltschichten kommen. Eine teure Angelegenheit - vor allem für die Anwohner.

FOTO: Stephan Büllesbach

Der ADAC Nordrhein rät den Kommunen derweil, Löcher nicht Jahr für Jahr nur oberflächlich zu flicken, vielmehr sollte das Geld in ein nachhaltiges Erhaltungsmanagement investiert werden. "Dabei fallen zwar zunächst höhere Kosten an, in der Zukunft kann aber erheblich gespart werden", heißt es in einer Pressemitteilung. Dem kann Andreas Schröder nur zustimmen.

Immerhin hat die Stadt dem zunehmenden Verfall der Straßen Rechnung getragen und die jährlichen Haushaltsmittel für die Sanierung um 200.000 Euro verdoppelt. Und das trotz Haushaltssicherungskonzept. Doch Andreas Schröder weiß, dass das im Grunde genommen nicht annähernd ausreicht. "Wir könnten auch gut eine Million Euro im Jahr ausgebeben. Schließlich haben wir 110 Kilometer Gemeindestraßen." In dieser Hinsicht profitiert Hückeswagen von der Zusammenlegung des Bauhofs: "Wir haben jetzt Zugriff auf den Wipperfürther Fertiger", sagt der Bauamtsleiter. Deshalb seien bereits viele Straßen in den Außenbereichen erneuert worden. Der Stadt blieben zwar die Personalkosten, "wir sparen uns aber die Kosten für das Fremdunternehmen".

Im nächsten Jahr soll es in Hückeswagen eine neue Straßenzustandserfassung geben. Dann sei zu sehen, wie sich der Zustand der Straßen entwickelt hätte. Auch wenn viele Straßen nicht in bestem Zustand sind, so ist Schröder doch einigermaßen zufrieden: "Wir hatten schon schlimmere Jahre, was die Schlaglöcher betrifft."

Quelle: RP
 
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Hückeswagen: Bauhof ist Schlaglöchern auf der Spur


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.