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Hückeswagen
Behinderte und Nichtbehinderte üben gemeinsam das Kanufahren

Hückeswagen: Behinderte und Nichtbehinderte üben gemeinsam das Kanufahren
Blauer Himmel, 25 Grad - beste Bedingungen für die Teilnehmer des Kanuschnuppertrainings auf der Bever-Talsperre. FOTO: michael schütz
Hückeswagen. Etwa 40 Teilnehmer hatten am Samstag bei bestem Wetter jede Menge Spaß an der DLRG-Wachstation beim Kanuschnuppertag der RBS Hückeswagen. Von Wolfgang Weitzdörfer

Die Stimmung unter den etwa 40 Teilnehmern des Kanuschnuppertags am Samstagnachmittag ist wie das Wetter: bestens! Die Sonne strahlt vom weitgehend blauen Himmel, das Thermometer zeigt etwa 25 Grad - ideale Voraussetzungen also, um sich auf der Bever-Talsperre einmal im Kanufahren zu üben. Organisiert hat den Tag an der DLRG-Wachstation, wie schon seit vielen Jahren, die Rehabilitations- und Behindertensportgemeinschaft Hückeswagen (RBS), veranstaltet wird er vom NRW-Dachverband des Behinderten- und Rehasports; für die Sicherheit der Kanu-Novizen sorgt wie gewohnt die Hückeswagener DLRG.

Edgar Begier, Leiter und Ausbilder in der Abteilung Wassersport des Verbands, ist zusammen mit drei Übungsleitern nach Hückeswagen gekommen und steht den behinderten und nichtbehinderten Interessierten mit Rat und Tat zur Seite. "Hintergrund für die Veranstaltung ist natürlich der Inklusionsgedanke - behinderte und nichtbehinderte Menschen machen etwas gemeinsam, unterstützen sich dabei und haben nebenbei auch noch eine ganze Menge Spaß", sagt er.

Und tatsächlich steht der Spaß im Mittelpunkt. Das bestätigt auch die Vorsitzende der RBS, Brigitte Thiel - der die Bever allerdings doch von außen lieber ist. "Das ist doch jetzt bestimmt sehr kalt im Wasser", sagt sie und schmunzelt, während sie dem nächsten Kanu beim Ablegen zuschaut.

Judith Eberdorfer ist das egal. Die Zwölfjährige hat mit ihrer neunjährigen Schwester Sabine wohl den weitesten Anfahrtsweg gehabt. "Wir kommen aus St. Johann/Tauern, das ist in der Steiermark", sagt sie mit breitem österreichischem Akzent. Ihre Mutter ist Hückeswagenerin. Sabine macht das Kanufahren großen Spaß. "Vor allem aber auch, dass wir vom Boot aus ins Wasser springen durften", erzählt sie begeistert.

Auch Christian Thiel hat viel Spaß. Der 33-Jährige hat das Down Syndrom, schnallt sich aber ganz selbstständig die Schwimmweste um, denn die Sicherheit geht bei allem Spaß trotzdem vor. Christian Thiel geht heute nicht zum ersten Mal mit dem Kanu auf Fahrt, er ist auch nicht zum ersten Mal beim Schnuppertag dabei. "Das Rudern ist zwar schon ein bisschen anstrengend, aber es geht noch. Wir fahren gleich in Richtung Campingplatz und drehen dann eine Runde auf der Bever", erzählt er. Neben dem erfahrenen Kanuten vom Verband sind noch vier Nachwuchs-Kanuten an Bord.

So viel Sport macht natürlich hungrig. "Wir haben den Grill schon angeworfen, gleich werden wir es uns schmecken lassen, das Ende des Schnuppertags ist dann offen", sagt Begier und lacht.

Quelle: RP
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