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Heisser Draht
Bei Parkgebühren wird die Innenstadt gemieden

Hückeswagen. Hückeswagen (büba) Brigitte Horn und Marion Blumberg beziehen am "Heißen Draht" der BM klar Stellung: Sollte die Stadt im nächsten Jahr Parkgebühren im Zentrum einführen, würden die beiden Hückeswagenerinnen ihre Einkäufe woanders erledigen.

"Ich bin gegen Parkgebühren. Das hatten wir schonmal", sagt Marion Blumberg mit Verweis auf die Parkscheinautomaten auf dem Etapler Platz und an der unteren Goethestraße von 1993 bis Ende 2001. Wer häufiger in die Innenstadt fahren müsse, für den sei das bei Parkgebühren ein teures Vergnügen. Wer zum Arzt oder zu einer Therapie müsse oder einfach mal nur einmal ein Eiscafé besuchen wolle, für den komme schnell etwas zusammen. "Ich fahre dann lieber nach außerhalb - etwa nach Wiehagen, Kobes-hofen oder Wipperfürth", sagt Marion Blumberg.

Das hat auch Brigitte Horn vor. "Ich würde dann nicht mehr mit dem Auto in die Stadt fahren." Und sie glaubt, dass bei Parkgebühren Kaufkraft verlorengehen wird, weil auch viele andere ihrem Beispiel folgen und nicht mehr in der Innenstadt parken würden.

Die Hückeswagenerin fährt auch schonmal in andere Städte, etwa nach Remscheid. "Ich parke dann aber immer dort, wo ich keine Parkgebühren zahlen muss." Ein paar Meter zu Fuß seien kein Problem. Die 60 Cent je Stunde für die Gebühren im Hückeswagener Zentrum, die bislang im Raum stehen, hält sie für "sehr viel".

Brigitte Horn glaubt nicht, dass die Stadt den jährlich anvisierten Erlös von 120 000 Euro aus den Parkgebühren einnehmen wird. Sie würde die Einführung von Parkgebühren auch noch aus einem anderen Grund bedauern: "Dass man bislang in Hückeswagen nichts fürs Parken bezahlen musste, war immer auch ein gutes Argument, Bekannte hierhin zu holen."

Quelle: RP
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