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Hückeswagen
Berufskolleg zeigt die Vorteile der dualen Ausbildung auf

Hückeswagen: Berufskolleg zeigt die Vorteile der dualen Ausbildung auf
Udo Hebbecker (l.) und Leia (15) probieren am Stand der Firma Kuhn Edelstahl aus Radevormwald eine Cyberbrille aus, mit der in einer 360-Grad-Umsicht Infos zu Ausbildungsberufen abrufbar sind. Die Einführung dazu gab's von Andreas Döbler (2.vl.), Jonas Erlhagen (M.) und Christopher Narat. FOTO: Jürgen Moll
Hückeswagen. Die Privatschule bot wieder interessierten Schülern die Möglichkeit, sich über das Schul- und Ausbildungsangebot zu informieren. Von Wolfgang Weitzdörfer

Eigentlich ist am Freitagnachmittag kein Schulbetrieb mehr im Berufskolleg Hückeswagen in den Räumlichkeiten des ehemaligen Marienhospitals an der Goethestraße. Am vergangenen Freitag war indes sogar viel mehr Betrieb als sonst während der Schulzeit, denn bereits zum dritten Mal präsentierte die Privatschule Bergischer Unternehmer im Rahmen eines Tags der offenen Tür sich selbst und ihr Angebot. "Unser Ziel ist natürlich auch, so den Nachwuchs zu generieren und die Schule bekannter zu machen", sagte der pädagogische Beirat Dieter Schruff. Aber natürlich sei der Tag in erster Linie für die potenziellen Schüler von morgen gedacht.

Hendrik Jan Hintemann aus Wipperfürth war ein solcher potenzieller Schüler. Der 15-jährige Realschüler war zusammen mit seinen Eltern ins Berufskolleg gekommen, um sich zu informieren. "Ich will die Fachhochschulreife machen, jetzt schaue ich mir das Angebot hier einmal an", sagte Jan Hintemann. Der 15-Jährige wolle später beruflich in eine technische Richtung gehen. Dass er dafür in die Nachbarstadt pendeln müsste, sei kein Problem: "Es fahren ja Busse - und ich habe jetzt ja auch ein Moped, das klappt prima", sagte er schmunzelnd.

Das duale Ausbildungsprinzip am Berufskolleg findet der Realschüler sehr ansprechend: "Man macht zwei Dinge gleichzeitig, das ist toll. Man hört allerdings schon, dass es auch anstrengend werden kann", sagte Jan Hintemann. Das konnte die Auszubildende zur Zerspanungsmechanikerin Annika Meister ein wenig relativeren. Sie macht die praktische Ausbildung bei der Firma Klingelnberg, die Theorie bekommt sie im Berufskolleg vermittelt: "Das geht schon. Wir haben auch viele Realschüler, die schaffen das problemlos", versicherte sie.

Die junge Frau war zusammen mit dem Ausbildungsverantwortlichen Ralf Biesenbach zum Tag der offenen Tür gekommen. Gemeinsam stellten sie sich den Fragen der Schüler. Jan Hintemann war besonders am Beruf des Industriemechanikers interessiert. Dazu war er jedoch zu spät dran: "Da sind alle Plätze bereits besetzt", betonte Biesenbach und ergänzte: "Nach diesem Beruf fragen viele. Wir sind aber auch immer recht früh dran mit der Auswahl unserer Azubis. Wer sich früh genug bewirbt, hat bei uns die besten Karten." So muss sich der 15-Jährige entweder ein Jahr gedulden oder sich anderweitig umsehen.

Mit Simon Stausberg aus Remscheid war auch ein Absolvent des Berufskollegs zum Tag der offenen Tür gekommen: "Es ist schön, heute hier zu sein. Denn ich habe viele gute Erinnerungen an meine Ausbildung", erzählte der 22-Jährige, der nach dem Realschulabschluss zunächst sein Fachabitur gemacht hatte, um dann die Ausbildung zum Zerspanungsmechaniker und sein Abitur zu machen.

Stausberg war voll des Lobes für seine ehemalige Ausbildungsstätte: "Alle Schüler starten hier auf einem Niveau, das ist sehr hilfreich", sagte der 22-Jährige, der derzeit im dritten Fachsemester Maschinenbau in Aachen studiert. Das duale System sei zudem gut, weil man effektiv Zeit spare.

Und noch einen weiteren Vorteil des Ausbildungssystems mit Privatschule und Unternehmen sprach der Remscheider an: "Man darf die Ausbildungsvergütung nicht vergessen. Das ist ein gutes Gefühl", sagte der 22-Jährige.

Quelle: RP
 
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