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Hückeswagen
BEW lässt 938 Strommasten in Hückeswagen prüfen

Hückeswagen: BEW lässt 938 Strommasten in Hückeswagen prüfen
Die Strommasten wie hier in Kammerforsterhöhe bekommen eine neuen Schutzbinde. FOTO: St. Büllesbach
Hückeswagen. Alle acht Jahre lässt die BEW Netze ihre Masten überprüfen - aktuell werden 2331 kontrolliert, davon 938 in Hückeswagen. Die Firma Heinz Kremer Mastenschutz beginnt in Hückeswagen am 16. Oktober mit den Arbeiten, die voraussichtlich bis Dezember andauern, teilte gestern Sonja Gerrath von der BEW mit.

Die Masten werden 60 Zentimeter tief freigelegt und dann mit einer neuen Mastschutzbinde versehen. "Sollten Strommasten auf Privatgrundstücken stehen, müssen die Mitarbeiter diese betreten", betonte Gerrath. Wenn Äste von Bäumen die Arbeiten behindern, werden diese in Absprache mit dem Eigentümer zurückgeschnitten. "Jeder Mitarbeiter kann sich mit Personalausweis sowie einem Dienstausweis mit Foto ausweisen", versichert sie. Wer skeptisch ist, kann sich bei der BEW unter Tel. 02267 686810 rückversichern.

"Die Versorgung mit Strom muss absolut zuverlässig sein, überall und jederzeit. Für die Wirtschaft ist eine verlässliche Energieversorgung sogar ein entscheidender Standortfaktor", schreibt Gerrath in einer Pressemitteilung. Deshalb investiert die BEW Netze in Hückeswagen, Wermelskirchen und Wipperfürth jedes Jahr viele Millionen Euro, nicht nur um das Verteilnetz auszubauen, sondern auch um es sicherer und effizienter zu machen.

Das Stromnetz ist sehr komplex und umfasst insgesamt 4382 Masten, 1489 Kilometer Erdkabel sowie 225 Kilometer Freileitungen und 711 Transformator-Stationen. Technische Ausfälle könnten zwar minimiert, jedoch trotz regelmäßiger Instandhaltung und Erneuerung nicht ausgeschlossen werden. "Etwa 43 Störungen wurden 2016 verzeichnet", teilte Gerrath mit. Oft seien davon nur wenige Anschlüsse betroffen. Durchschnittlich müssten Kunden im BEW-Netzgebiet weniger als 20 Minuten pro Jahr auf Storm verzichten, was dem durchschnittlichen Wert für die Verbraucher in ganz Deutschland entspreche. Und das, obwohl Netze in ländlichen Regionen anfälliger seien für Blitzeinschläge, Schnee- oder Windbruch. Gerrath: "Sie sind die häufigste Ursache für eine Unterbrechung der Stromversorgung."

Mathias Wiemer, bei der BEW Netze verantwortlich für das Stromnetz, betont: "Die geringe Stromausfallquote zeigt, wie wichtig es ist, ständig in das Netz zu investieren und dafür gut ausgebildetes Personal bereitzuhalten." Vor allem die Verkabelung - der Ersatz von Freileitungen durch Erdkabel - helfe dabei, die Versorgungssicherheit zu erhöhen.

(büba)
 
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