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Hückeswagen
BEW setzt verstärkt auf Elektromobilität

Hückeswagen: BEW setzt verstärkt auf Elektromobilität
Auf dem Parkplatz der Landbäckerei Bauer in West 2 hat die BEW jetzt ihre fünfte Ladesäule für Elektroautos in Hückeswagen installiert. FOTO: St. Büllesbach
Hückeswagen. Mit weiteren Ladesäulen in ihrem Versorgungsgebiet will die Bergische- Energie und Wasser-GmbH (BEW) bei der Elektromobilität durchstarten. In sechs Jahren steht zudem in Hückeswagen die Umstellung von L- auf H-Gas an. Von Stephan Büllesbach

Es waren Anliegen aus der Politik und der Bevölkerung: Wenn der Etapler Platz umgebaut wird, sollen dort auch Ladesäulen für E-Bikes und elektrobetriebene Autos aufgestellt werden. Die Stadtverwaltung und das Planungsbüro setzten die Wünsche um - auf dem zentralen Platz in der Stadtmitte können E-Bikes (neben dem Rewe-Eingang) ebenso mit Strom "aufgetankt" werden, wie Autos. Gegenüber der Filiale der Volksbank im Bergischen Land wurde eine Ladesäule errichtet, an denen zeitgleich zwei E-Autos geladen werden können. Inzwischen ist die fünfte Ladesäule in der Schloss-Stadt hinzugekommen - auf dem Parkplatz der Landbäckerei Bauer im Gewerbegebiet Winterhagen-Scheideweg (siehe Info-Kasten). Das teilte BEW-Geschäftsführer Jens Langner gestern im Gespräch mit unserer Redaktion mit.

Es dürfte nicht die letzte Ladestation in Hückeswagen oder dem übrigen Versorgungsgebiet der BEW gewesen sein, das noch Wipperfürth, Wermelskirchen und Teile Kürtens umfasst. Der Energieversorger will diese Infrastruktur mit Fördermitteln weiter ausbauen - die Mittel für sechs Säulen, davon eine Schnellladesäule, seien bereits genehmigt, bestätigte Langner. Dazu will die BEW mit Autohäusern aus der Region kooperieren und weitere Dienstleistungen in Sachen Energiesparen anbieten. So schweben Langner etwa Komplettangebote für gewerbliche Kunden beim Autostrom und Lösungen für energieaffine Privathaushalte bei Photovoltaikanlagen vor.

"Die Energiemärkte ändern sich", betonte der Geschäftsführer. Die BEW habe sich vorgenommen, sich weiter zu verändern - sie will mehr sein, als ein reiner Lieferant für Gas, Wasser und Strom, etwa ein zentraler Ansprechpartner in allen Energiefragen für ihre Kunden. So legt sie etwa auch verstärkt den Fokus auf die Umrüstung auf die energiesparende LED-Technik: "Denn wenn wir's nicht machen, macht's ein anderer", betonte Langner. Die Netze und die Netzinfrastruktur blieben aber die Kernkompetenz, versicherte er.

Auch den Breitband-Ausbau hat der Energieversorger als Standbein der Zukunft für sich entdeckt. So hat sich die BEW in Hückeswagen und Wipperfürth darum beworben, beim Ausbau der Glasfaserleitungen in den ländlichen Bereichen die Lehrrohre zu verlegen. Diese würde sie dann an den jeweiligen Internetanbieter vermieten. Die Entscheidung fällt wohl im Sommer.

Der "Top-Lokalversorger" - dieses Gütesiegel für Strom und Gas erhielt die BEW jüngst für Kriterien wie Verbtaucherfreundlichkeit, Transparenz, Servicequalität, Datenschutz und nachhaltige Geschäftsstrategie - bereitet sich zudem auf die Marktraumumstellung beim Erdgas vor. In 2024 wird in Hückeswagen, Wermelskirchen und Wipperfürth auf das H-Gas umgestellt. Das hat einen höheren Brennwert und wird hauptsächlich aus Norwegen und Russland bezogen. Das aktuell genutzte L-Gas ist dann passé - die Niederlande, Hauptlieferant neben Deutschland, fährt die Förderung immer weiter zurück.

"Die Gaspreise verändern sich dadurch nicht", versichert Langner. Allerdings müssten dann wohl Heizungsanlagen, die älter als 30 Jahre sind, gegen moderne Geräte ausgetauscht werden. Dafür lege der Bund aber ein Förderprogramm auf.

Quelle: RP
 
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