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Hückeswagen
BGV will, dass das Stadtarchiv in Hückeswagen bleibt

Hückeswagen: BGV will, dass das Stadtarchiv in Hückeswagen bleibt
BGV-Vorsitzender Fredi K. Roß schrieb jetzt einen Offenen Brief an den Bürgermeister. FOTO: hERTGEN (Archiv)
Hückeswagen. Die mögliche, vom Rat aber noch nicht beschlossene Zusammenlegung der Stadtarchive von Hückeswagen und Wipperfürth und die Äußerungen dazu von Bürgermeister Dietmar Persian in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Schule, Sport und Kultur sorgen beim Bergischen Geschichtsverein (BGV) für Aufregung.

Im Gespräch ist, das Hückeswagener Archiv vom jetzigen Standort, dem nicht mehr geeigneten Containerbau an der Ewald-Gnau-Straße, in das Schulgebäude in der Wipperfürther Neye-Siedlung umzusiedeln, da die Förderschule im Sommer geschlossen wird.

Zu diesem Thema erhielt der Bürgermeister jetzt einen offenen Brief der Hückeswagener Abteilung des Bergischen Geschichtsvereins, unterzeichnet von deren Vorsitzenden Fredi K. Roß.

Er schreibt: "Stadtrat und Verwaltung beschäftigen sich mit einem Umzug des Stadtarchivs nach Wipperfürth. Sicher ist es richtig, bei der Haushaltssituation der Stadt Hückeswagen jede Möglichkeit zu prüfen, Kosten einzusparen. Aber wir glauben schon, dass es außer einer Kosten-/Nutzenanalyse noch andere Gesichtspunkte gibt, die man hier betrachten muss."

Das Stadtarchiv sei vielleicht nicht die Seele der Stadt, dazu gehöre etwas mehr. Aber es sei das Gedächtnis der Stadt Hückeswagen. "Ein Gedächtnis, das uns unsere Vergangenheit zeigt. Hier gilt der Satz: Wer die Augen vor der Vergangenheit schließt, ist blind für die Zukunft", schreibt Roß. Der Geschichtsverein halte es für sehr wichtig, dass dieses Archiv, das gut geordnet und gut geführt wird, auch weiterhin für die Stadt und für die Bürger zur Verfügung steht. Es sei eben nicht nur ,ein Haufen Papier', der irgendwo gelagert werden kann. "Das Archiv, das Gedächtnis, muss in der Stadt bleiben, für die es eingerichtet ist. Es geht hier gar nicht um die Länge von Anfahrtswegen oder dergleichen, sondern um das Gefühl, dass etwas, was unser Gedächtnis ist, auch in unserer Stadt ist und bleibt", argumentiert Roß.

Er sei gespannt auf die Kosten-/Nutzenanalyse. Der BGV glaube allerdings nicht, dass hier sehr viel rauskommt. "Kosten sparen heißt immer, Investitionen und/oder Personal einzusparen. Da beide Gebäude umgebaut/saniert werden müssen, werden sich die Investitionskosten kaum unterscheiden. Und beim Personal können wir uns keine Einsparung vorstellen", sagt Roß.

Außerdem gebe es in Hückeswagen einige Bürger, die etwas von Archiven verstehen. "So wie wir das bis jetzt beurteilen können, ist bis jetzt noch niemand um Rat gebeten worden", schreibt Roß.

(büba/rue)
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