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Hückeswagen
Biblische Wandbotschaft als Musical

Hückeswagen: Biblische Wandbotschaft als Musical
Die kleinen Sänger der Kinderkantorei führten am Sonntag im Gemeindezentrum Lindenberg das Musical "Die Schrift an der Wand" auf und ernteten von den rund 100 Zuschauern reichlich Applaus. FOTO: Moll
Hückeswagen. Kinderchor und Jugendband der Evangelischen Kirchengemeinde präsentierten am Sonntag im Gemeindezentrum Lindenberg ein liebevoll gestaltetes Kindermusical. Unter dem Titel "Die Schrift an der Wand" erzählten, spielten und sangen die rund 30 Kinder die biblische Geschichte von Daniel in der Löwengrube. Von Cristina Segovia-Buendia

Nur wenige Wochen hatten sie gebraucht, um das aufwendige Stück mit vielen Liedern und einigen größeren Sprechrollen einzustudieren. Unter der Leitung der erfahrenen Gemeindekantorin Ingrid Kammerer zeigten die rund 30 Kinder des Chors, begleitet von zehn Mitgliedern der Jugendband, am Sonntagnachmittag Höchstleistungen. Dass sie Spaß an der Aufführung hatten, ließ sich an ihrer Spielfreude erkennen. Die rund 100 Gäste, die sich im Gemeindezentrum versammelt hatten, verfolgten das Stück aufmerksam.

In bunten, fantasievoll gestalteten Kostümen wirbelten die Nachwuchskünstler über die hübsch hergerichtete Bühne. Die Kulisse bot jede Menge Dekor und neben einer großen Tafel auch einen funkelnden Königsthron. Bollerwagen, Gemüse und Körbe gaben die perfekten Requisiten für die Marktszenen. Könige und dessen Berater liefen in etwas prunkvolleren Gewändern umher, das Volk in einfachen Kleidern. Die Kleidung war stilecht, wie sie zur damaligen Zeit getragen wurde. Gelehrte erschienen als kleine Zauberer mit Spitzhut, einer mit Fernrohr, ein anderer mit Zauberbuch oder -stab. Drei hübsch bemalte kleine Löwen komplettierten das Ensemble.

Die Geschichte spielte in zwei Zeitebenen: Zum einen in der Gegenwart, in der sich Jugendliche über die biblische Geschichte unterhalten, zum anderen im alten Babylonien. Dort regiert zu jener Zeit König Belsazer, ein gottloser Herrscher, der gerne wilde Feste mit seinem Volk feiert. Als er eines Tages dafür sogar das Tempelgeschirr benutzt, was als Gotteslästerung gilt, erscheint im Palast eine Schrift an der Wand. Erschrocken lässt er sich Gelehrte kommen, die ihm dabei helfen sollen, die Schrift zu entziffern. Doch weder Astrologe, Zauberer noch Mathematiker können dem König helfen.

Auf Rat der Königsmutter lässt sich Belsazer schließlich den gottesfürchtigen Hebräer Daniel bringen, der dem König tatsächlich die Schrift entziffert, die da lautet: "Gott nimmt die Macht aus deiner Hand." In der Nacht wird der König ermordet.

Sein Nachfolger König Darius behält Daniel als Berater im Palast, bis ihm der Neid der anderen königlichen Berater in die Löwengrube führt. Am Ende aber besinnt sich Darius doch noch und holt seinen treuen Freund unversehrt aus der Grube.

Gespickt mit viel Musik und fröhlichen Kindern war das eine wirklich gelungene und vor allem liebevoll gestaltete Inszenierung. Und die kam bei den Zuschauern im Gemeindezentrum bestens an.

Quelle: RP
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