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Hückeswagen
Biker sind bei Unfällen meistens selbst schuld

Hückeswagen: Biker sind bei Unfällen meistens selbst schuld
Ende August wurden ein Biker und seine Sozia auf der B 237 verletzt. Der Motorradfahrer hatte die Vorfahrt missachtet. FOTO: Büba (archiv)
Die im Vergleich zum Landesdurchschnitt hohe Zahl von Motorrad-Unfällen im ländlichen Raum bereitet der Kreispolizeibehörde weiterhin Sorgen. Besonderes Augenmerk richtet sie dabei auf den oberbergischen Norden, der vor allem im Sommerhalbjahr viele Motorrad-Touristen - unter anderem aus dem Ruhrgebiet - anzieht. Bei der Unfallhäufigkeit, die nach der Einwohnerzahl berechnet wird, steht Wipperfürth unter den 13 kreisangehörigen Kommunen auch 2017 wieder an erster Stelle, dicht gefolgt von Hückeswagen und Radevormwald. Allein in diesen drei Städten kam es im vorigen Jahr zu 42 Unfällen, an denen Motorradfahrer beteiligt waren (2016: 47). Kreisweit wurden im selben Zeitraum 113 Motorrad-Unfälle aufgenommen.

Zwei Motorradfahrer starben 2017 auf oberbergischen Straßen (2016: 16) - einer in Radevormwald, der andere in Reichshof. 113 Biker, sieben mehr als im Jahr zuvor, wurden bei Unfällen im Kreisgebiet zum Teil schwer verletzt. Ohne Verletzte verlief nicht einer der Kradunfälle.

Welche Rolle der Motorrad-Tourismus im oberbergischen Norden spielt, belegt eine weitere Zahl der jüngsten Statistik: Von vier Motorradfahrern, die in und rings um Hückeswagen und Radevormwald verunglückten, waren drei von außerhalb ins Oberbergische gekommen. Im Süden des Kreises ist das Verhältnis umgekehrt. Dort sind es überwiegend oberbergische Motorradfahrer, die verunglücken.

Wer ist schuld an den schweren Unfällen? Die Statistik der Kreispolizeibehörde ist da eindeutig: Meistens sind es die Motorradfahrer selbst - bei 72 der kreisweit insgesamt 113 Unfälle wurden die Biker als Verursacher ermittelt. In 50 Fällen waren keine anderen Verkehrsteilnehmer, also weder Auto- oder Radfahrer noch Fußgänger, am Geschehen beteiligt. Es sind nicht die jungen und womöglich noch unerfahrene Motorradfahrer, die zu Unfallopfern werden. Laut Statistik waren die 2017 im Kreis verunglückten Biker im Schnitt etwas über 41 Jahre alt; 2016 hatte das Durchschnittsalter bei knapp 44 Jahren gelegen.

(bn)
 
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