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Hückeswagen
Blauer Schutz für kleine Setzlinge in der Mul

Hückeswagen. Nein, es sind nicht die Schlümpfe, die sich in der Mul angesiedelt haben. Allerdings könnte man beim flüchtigen Blick auf die kleinen Setzlinge, die auf einer Lichtung gleich hinter dem Wanderparkplatz stehen, auf solche Gedanken kommen. "Es sieht ungewöhnlich aus, das stimmt schon", sagt Förster Heiner Grüter. Die blaue Ummantelung der kleinen Bäume, die im Frühjahr gepflanzt wurde, hat aber ihre Berechtigung und ist nicht zufällig gewählt.

"Auf der Lichtung war ein normaler Wildschutzzaun nicht möglich, daher wurden die jungen Bäume einzeln mit einer Wildschutzummantelung versehen. Blau ist die deshalb, weil es eine Theorie gibt, nach der Rehe diese Farbe nicht mögen und sich von den Bäumen fernhalten", sagt Grüter. Der Wald befindet sich im Privatbesitz. An der jetzigen Lichtung hatten sich bis vergangenes Jahr zahlreiche Fichten befunden, die reif fürs Sägewerk waren und gefällt wurden. "Es handelt sich um eine grundwasserreiche und feuchte Gegend in Bachnähe. Dort bietet sich die Anpflanzung von Roterlen an, die dieses Bodenklima sehr gerne mögen", sagt Grüter. Rund herum seien auch Tannen und Douglasien gepflanzt worden, es sei eine Mischung der Baumarten gewünscht. Der Schutz ist nötig, weil die Bäume bei Rehen besonders beliebt sind. "Roterlen könnte man ohne solchen Schutz gar nicht hochziehen, das ist eine zwingende Voraussetzung", sagt Grüter.

Bis die Bäume so groß sind, dass ihnen das Wild nichts mehr anhaben kann, werden noch fünf bis sechs Jahre vergehen. Und dann kann auch der blaue "Schlumpfschutz" wieder ab.

(wow)
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