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Hückeswagen
BM-Leser kritisiert Tristesse in der City

Hückeswagen: BM-Leser kritisiert Tristesse in der City
Blick auf den Bahnhofsplatz: Nicht unbedingt schön und deshalb durchaus verschönerungswürdig. BM-Leser Jürgen Becker stellt sich den Platz gerne autofrei vor. Auch der Wochenmarkt könnte seiner Meinung nach viel besser dort stattfinden als weit auseinandergezogen auf der für den Verkehr gesperrten Bahnhofstraße. FOTO: stephan Büllesbach
Hückeswagen. Nach dem erfolgreichen Umbau des Etapler Platzes nimmt Jürgen Becker die weiteren Plätze in der Innenstadt ins Visier. Er sieht deutliches Verbesserungspotenzial für den Bahnhofs- und den Wilhelmplatz. Das tut die Stadt übrigens auch. Von Joachim Rüttgen

Um das äußere Erscheinungsbild seiner Heimatstadt macht sich BM-Leser Jürgen Becker Gedanken. Und da gibt es seiner Ansicht nach durchaus Verbesserungspotenzial. Zunächst einmal freut er sich aber, dass der Etapler Platz so schön geworden ist. "Besonders als Radfahrer gefallen mir die Radständer und die Ladestation", sagt das ehemalige Mitglied der Heimleitung im Johannesstift.

Ihm fehlt allerdings noch eine Lösung, wie er mit dem Rad heil von der Trasse zum Hallenbad oder in die Altstadt kommt. Hückeswagen sollte da mutiger sein, findet er. Oft müssten Radfahrer über Hauptverkehrsstraßen fahren, da könnte die Stadt auch mal nach Alternativen suchen und für etwas sicherer Radwege sorgen.

"Toll fände ich es auch, wenn der Bahnhofsplatz weitestgehend autofrei wäre und dort zum Beispiel auch der Markt stattfinden würde. Der Markt auf der Bahnhofstraße mit seinen häufig großen Lücken ist nicht sehr anziehend, oft sogar ein Trauerspiel", berichtet der Leser am Bürgermonitor.

Ein Dorn im Auge ist ihm der Brunnen auf dem Wilhelmsplatz. "Für eine Stadt wie Hückeswagen unmöglich. Ich finde das schrecklich", sagt er. Das Tor zur Altstadt sollte sprudeln, lebendig sein und nicht begraben, sagt er über den bepflanzten Brunnen. "Jetzt sieht es aus, als wenn alles Leben, alles Neue und Schöne am Etapler Platz stattfindet und die schöne Altstadt dabei ins Hintertreffen gerät", findet er. Vielleicht gebe es ja ganz einfache Lösungen. Aber solch ein Brunnen stehe einer Stadt einfach nicht. Er würde sich über Gespräche und weitere Ideen freuen.

Die BM hat die Vorschläge des Lesers sogleich an den zuständigen Amtsleiter Andreas Schröder weitergeleitet. Und der sieht ebenfalls durchaus Potenzial, das Aussehen der Hückeswagener Innenstadt nach dem gelungenen Umbau des Etapler Platzes weiter zu verbessern.

"Der Zugang zum Etapler Platz und zur Altstadt scheint mir aber nicht gefährlich. An der Alten Ladestraße gibt es zwei Überquerungshilfen, da kommt eigentlich jeder Fußgänger und Radfahrer gut über die Straße", schreibt er in seiner Antwort an Jürgen Becker.

Was den Bahnhofsplatz und den Wilhelmplatz anbelange, da gebe er dem Leser der BM allerdings recht. Auch für Schröder ist der Zustand der Bahnhofstraße nicht befriedigend. "Im Haushaltsplan ist daher auch eine Position zur Erstellung eines integrierten Handlungskonzepts enthalten, dessen Erstellung Voraussetzung für den Zugang zu den Städtebaufördermitteln von Bund und Land sind. Ohne Zuschüsse wird die Stadt nicht in der Lage sein, die Verkehrsflächen zeitgemäß und funktionsgerecht umzubauen", berichtet der Amtsleiter.

Das Thema der Umgestaltung weiterer Bereiche in der Innenstadt sei ja nicht neu. "Wir müssen unsere Plätze in den Blick nehmen", fordert er. Bereits vor mehr als zehn Jahren habe es eine Analyse gegeben. Seitdem sei schon viel diskutiert worden, aber das Thema dann auch wieder zurückgestellt worden wegen der Planungen für das Gewerbegebiet West III.

"Wir wissen, dass wir da was tun müssen, vor allem, nachdem wir jetzt die innere Ortsumgehung haben", sagt Schröder. Deshalb stünden entsprechende Mittel nicht nur im jetzigen Haushalt, sondern auch schon für den Haushalt des nächsten Jahres bereit. Schröder findet auch, dass die Bahnhofstraße "furchtbar aussieht", dabei handele es sich hier um einen zentralen Punkt in der Innenstadt.

Den Brunnen am Wilhelmplatz habe man vor Jahren stilllegen müssen, weil die Leitungen nicht mehr in Ordnung gewesen seien. "Und wir haben schon damals ermittelt, dass es einen knackigen fünfstelligen Betrag kosten würde, den Brunnen wieder sprudeln zu lassen", sagt Schröder. Er sehe aber gute Chancen, weitere Bereiche in der Innenstadt in den kommenden Jahren zu verschönern. "Wenn sich der Stadtrat dazu entschließt, werden wir das sicher in Angriff nehmen", kündigt er an.

Quelle: RP
 
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