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Hückeswagen
Bürgermeister hofft auf Magna-Wende

Hückeswagen. Dietmar Persian bezeichnet den Wegfall von knapp 300 Jobs als "schweren Schlag ins Kontor".

Bei einer Betriebsversammlung hatte die Geschäftsführung es am Mittwoch bekanntgegeben: Der Automobilzulieferer Magna plant seinen Standort in Hückeswagen aufzugeben. Das Werk im Industriegebiet Winterhagen-Scheideweg soll zum 31. März 2018 geschlossen werden. Das bedeutet den Verlust von mehr als 260 Arbeitsplätzen. In Hückeswagen gibt es derzeit etwa 4500 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze. Bürgermeister Dietmar Persian bezeichnet den Wegfall des Magna-Werks daher als "schweren Schlag ins Kontor". Unserer Redaktion sagte er: "Diese Entwicklung bereitet mir große Sorgen."

Am Donnerstagabend hatte Persian zu Beginn der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses die Politik über die geplante Werksschließung informiert. "Das ist eine schlimme und ganz schwierige Situation für die Arbeitnehmer von Magna, aber auch für die Stadt", sagte er dort. Zwar sei der Beschäftigungsmarkt insgesamt gut und entsprechend positiv die Aussicht für die Magna-Mitarbeiter, einen neuen Arbeitsplatz zu finden. Dennoch sei das Ende für Magna in Hückeswagen "ein ganz heftiger Schlag". Schließlich arbeiten auch in der Region einige Unternehmen mit Magna zusammen.

Persian indes hofft noch auf eine mögliche Abwendung der Schließung. "Ich setze viel Hoffnung in die künftigen Gespräche", sagte Persian. Zwischen dem Betriebsrat, dem Management von Magna International und ihm habe es immer wieder konstruktive Gespräche gegeben, die auch jetzt nicht abreißen. Der Betriebsrat arbeitet an einem Gegenvorschlag zur Werksschließung. Rechtlich ist Magna dazu verpflichtet, sich mit diesem Vorschlag auseinanderzusetzen. Ob sich das Management dessen annehmen wird, ist allerdings ungewiss.

Offen ist auch, was nach Aufgabe des Standorts mit dem großen Grundstück und den Magna-Immobilien im Gewerbegebiet passieren wird, und ob ein neuer Nutzer dafür gefunden werden kann. Das allerdings kann naturgemäß erst geklärt werden, wenn überhaupt Planungssicherheit besteht. Die mehr als 260 Mitarbeiter werden ohnehin andere Sorgen haben.

(bn/her)
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