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Hückeswagen
Buntes Programm hinter 24 Türchen

Hückeswagen. Die Fachstelle Sucht der Diakonie organisiert in diesem Advent erstmalig eine Reihe mit 24 Veranstaltungen für Kinder und Erwachsene. Am "Offenen Adventskalender" nehmen Vereine, Institutionen und städtische Einrichtungen teil. Von Wolfgang Weitzdörfer

Premiere in der Vorweihnachtszeit: Die Fachstelle Sucht der Diakonie, die seit einigen Jahren an der Marktstraße, direkt neben der Pauluskirche, Suchtberatung und -vorbeugung anbietet, veranstaltet erstmals einen sogenannten Offenen Adventskalender. Dabei handelt es sich um ein Prinzip, das sich im privaten Rahmen etwa in Kleineichen bereits seit einigen Jahren großer Beliebtheit bei den Anwohnern erfreut.

Neben verschiedenen städtischen, sozialen und karitativen Einrichtungen sind bei dem Adventskalender der Suchtberatungsstelle auch Künstler und Vereine mit dabei. "Die meisten waren auf Anhieb von der Idee begeistert und wollten direkt mitmachen", berichtet Irmgard Hannoschöck von der Fachstelle. "Wir haben insgesamt 24 Veranstaltungen, wenngleich diese nicht an allen 24 Tagen bis Weihnachten stattfinden." So gebe es auch Tage mit mehreren Veranstaltungen. Hannoschöck: "Wir wollten das Konzept nicht zwanghaft überfrachten. Jeder macht das, was er eben machen kann, zu dem Zeitpunkt, an dem es praktikabel ist." Doppelungen gebe es indes nicht, so dass die Hückeswagener bequem alle Veranstaltungen besuchen können.

Das Programm ist bunt und an die verschiedensten Altersschichten gerichtet. So findet am Dienstag, 1. Dezember, 15 bis 17 Uhr, ein "Tierisches Weihnachtsbasteln" im "Lindencafé" des Wohnzentrums "Lindenhof" statt. Kinder von sechs bis zehn Jahren können dort kostenfrei und ohne Anmeldung Tierfiguren basteln. Am Mittwoch, 2. Dezember, 17 Uhr, spielen dann die "Four Fiddlers" im Heimatmuseum bekannte Weihnachtslieder. Ebenfalls musikalisch geht es am Donnerstag, 3. Dezember, 20 Uhr, im Kultur-Haus Zach zu, wenn der Pfarrcäcilienchor zusammen mit den Zuhörern weihnachtliche Lieder singt. Besonderheit: Wer ein Instrument spielt, kann dieses gerne zur Unterstützung mitbringen, Orff-Instrumente sind vorhanden.

Die Abschlussveranstaltung wird der "Hückeswagener Advent im Heimatmuseum" am Dienstag, 22. Dezember, 19 bis 20.15 Uhr, mit dem Johannesstift-Chor sein. Dazwischen liegen Veranstaltungen der Diakonie-Fachstelle, der katholischen Pfarrgemeinde, des Cafés Liebenswert, der Hospizgruppe oder des Jugendzentrums. Als letzten Teilnehmer konnte Hannoschöck Bürgermeister Dietmar Persian gewinnen: "Er liest im Schloss am Montag, 21. Dezember, von 18 bis 18.30 Uhr, Weihnachtsgeschichten für Kinder vor", sagt die 54-Jährige, die weiter betont, dass das Gros der Veranstaltungen keinen Eintritt kostet. "Es soll am Ende nicht daran scheitern, dass jemand aus finanziellen Gründen nicht teilnehmen kann."

Hintergrund des "Offenen Adventskalenders" ist ein theoretischer, wie Hannoschöck ausführt: "Es ist der Versuch einer sogenannten Caring Community. Der Quartiersgedanke ist der Politik ja sehr wichtig. Dabei handelt es sich um eine Gesellschaft, die sich umeinander kümmert. Jeder ist Teil der Gemeinde, und bei so einer Veranstaltungsreihe kann man das eigene Quartier besser kennenlernen. Viele Bürger kennen ja eine Menge an Institutionen in der eigenen Stadt gar nicht." Gemeinschaft, so der Gedanke, kann erlebbar werden, wenn die Institutionen sich öffnen. "Dadurch können eventuelle Hemmschwellen abgebaut werden - es ist dann eben nicht mehr die anonyme Tür mit dem Schild dran", erklärt Hannoschöck.

Der "Offene Adventskalender" wird von der Diakonie-Fachstelle koordiniert, die einzelnen Programmpunkte werden indes von den Institutionen, Vereinen und Künstlern selbstständig ausgerichtet.

Quelle: RP
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