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Hückeswagen
BZG übernimmt Rupprecht-Archiv

Hückeswagen. Fotos aus dem Nachlass des Fotografen sollen ins neue Buchprojekt einfließen. Von Heike Karsten

Acht Umzugskartons voller Fotos, Dias und alter Filmaufnahmen des ehemaligen Fotografen Siegfried Rupprecht gilt es zu sichten und zu sortieren. Dieser Aufgabe haben sich die Mitglieder der Bergischen Zeitgeschichte (BZG) angenommen. Die Witwe Dorothea Rupprecht hat den Nachlass ihres Mannes dem Verein zur Verfügung gestellt. Iris Kausemann, Vorsitzende der BZG, hat am Samstag bereits mit der Archivierung begonnen. "Wir freuen uns wirklich sehr darüber, auch wenn es viel Arbeit ist. Aber es sind einige Schätzchen darunter", sagte sie nach der ersten Sichtung.

Von 1949 führte das Ehepaar Rupprecht 35 Jahre lang ein Fotogeschäft an der Islandstraße. Im Nachlass sind Porträts wie auch Stadtansichten zu finden, beispielsweise eine Turnriege des Turnerbunds oder eine künstlerische Aufnahme des Schlosses im winterlichen Nebel. Iris Kausemann freute sich besonders über alte Filmaufnahmen von früheren Vereinsfahrten des Bergischen Geschichtsvereins (BGV), indem auch Siegfried Rupprecht Mitglied war. "Das ist natürlich klasse", sagte Kausemann. Die Filme, wie auch die relevanten Fotos und Dias sollen schnellstmöglich digitalisiert werden, um sie der Nachwelt zu erhalten. "Das Material ist vergänglich, zumal wir hier kein Archiv mit klimatisierten Räumen haben", sagte die Diplom-Archivarin, die im Historischen Archiv der Stadt Köln arbeitet und sich mit der Materie bestens auskennt.

Material aus dem Nachlass soll unter anderem in das neue Buchprojekt über die Stadtgeschichte einfließen, das die BZG plant und das im Dezember 2017 erscheinen soll. "Wir möchten in den Geschäftsräumen der BZG auch eine Ecke mit den Utensilien aus dem Fotogeschäft einrichten", kündigte Iris Kausemann an. Erste Aufnahmen von Siegfried Rupprecht sind bereits bei der BZG (Islandstraße 1) zu den Öffnungszeiten wie auch am Altstadtfest-Wochenende zu sehen.

Nach dem Digitalisieren wird der Fotobestand dem Stadtarchiv zugeführt. Die Freigabe des Nachlasses hatte Vereinskollege Stefan Leppak, Nachbar von Dorothea Rupprecht, in die Wege geleitet. "Uns wird damit viel Vertrauen entgegengebracht", sagte die Vereinsvorsitzende. Mit der Sicherung und Veröffentlichung der Bilder und Filme soll nun das Andenken an den Hückeswagener Fotografen aufrecht erhalten und entsprechend gewürdigt werden.

Quelle: RP
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