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Hückeswagen
Crêpes und Adventsterne beim Treff der Generationen im Jugendzentrum

Hückeswagen: Crêpes und Adventsterne beim Treff der Generationen im Jugendzentrum
Mario Moritz vom Jugendtreff mit Lisa (links), Erika Frey und ihrer Enkelin Celine bei der Vorbereitung süßer Speisen. FOTO: Nico Hertgen
Hückeswagen. Nur wenige Senioren fanden den Weg ins Brunsbachtal. Das Jugendzentrum konnte keinen Fahrdienst anbieten. Mädchen meiden derzeit die Einrichtung. Von Maren Panitz

Niemand kann im Nachhinein sagen, ob das Wetter die Schuld trug oder vorweihnachtliche Parallelveranstaltungen oder vielleicht einfach der Umstand, dass die Mitarbeiter des Jugendzentraums in diesem Jahr keinen mobilen Fahr-dienst für die Johannesstift-Bewohner anbieten konnten - jedenfalls mangelte es bei dem Generationentreff im Jugendzentrum an Besuchern. "Für die Mitarbeiter ist es besonders schade, dass so wenig ältere Menschen hierher gefunden haben", meinte der stellvertretende Stadtjugendpfleger Mario Moritz, "denn diese haben immer sehr viel Freude an den liebevollen Vorbereitungen für die Kaffeetafel mit Crêpes und Muffins und an den Bastelaktionen für Jung und Alt".

Auch wenn nur eine "Oma" mit der achtjährigen Celina am Samstagnachmittag Adventsterne aus Wäscheklammern verklebte und Keks-Lollipops in Schokoladenglasur tunkte, war die Stimmung im Jugendzentrum entspannt. "Meine Enkelin arbeitet im Jugendzentrum und es bringt doch Spaß, sich mit den Kindern einen netten Nachmittag zu machen", erklärte die 61-jährige Frauke Heckers.

Für die Betreuerinnen Felicitas Pickhardt und Erika Frey entwickelte sich der geruhsame Generationennachmittag fast zu einer internen Weihnachtsfeier. "Vor den Feiertagen haben wir noch viel Programm, am nächsten Samstag den Betreuungstag 'Stress vor dem Fest'. Da tut es auch uns Mitarbeitern gut, ein bisschen gemütlich zusammenzusitzen", stellte Mario Moritz fest.

Einige Jugendliche spielten am PC, einige buken, andere drängelten sich um den Billardtisch. Mario Moritz stellte fest, dass inzwischen immer mehr Flüchtlingsjugendliche und auch Erwachsene aus den Flüchtlingsunterkünften ihre Freizeit gemeinsam im Jugendzentrum verbringen. "Es gibt für die 20- und 30-Jährigen sonst kein Freizeitprogramm", erklärte er die aktuelle Situation. Die Stadtjugendpflege arbeitet daher übergreifend mit anderen Institutionen und dem Flüchtlingsnetzwerk an einem neuen Freizeitkonzept. "Damit wir auch irgendwann wieder Mädchengruppen eröffnen können", sagte Moritz. Er möchte, dass langfristig die eigentliche Zielgruppe des Jugendzentrums, nämlich Kinder und junge Menschen zwischen 14 und 25 Jahren, nicht vernachlässigt werden muss. "Momentan besuchen wegen der vielen erwachsenen, männlichen Besucher kaum noch Mädchen die Einrichtung", sagte Moritz.

Quelle: RP
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