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Hückeswagen
Das Bürgerbad wird umfangreich saniert

Hückeswagen: Das Bürgerbad wird umfangreich saniert
Das Gerüst war notwendig, weil an den drei Lichtschächten gearbeitet werden musste FOTO: St. Büllesbach (5), W. Weitzdörfer
Hückeswagen. Innerhalb eines Monats sind etliche Arbeiten im Hallenbad vorgesehen, für die Kosten von 40.000 Euro anfallen. 19.000 Euro davon kostete das Gerüst, das für die Arbeit an den drei Lichtschächten benötigt wurde. Wiedereröffnung ist am 8. Januar. Von Wolfgang Weitzdörfer

Herrschen im Bürgerbad sonst heiteres Kindergelächter und Geplansche vor, ist das seit Montag, 11. Dezember, anders: Ein Schild an der Tür kündet von Renovierungsarbeiten, Deswegen ist das Bad derzeit geschlossen. Dass die umfangreichen Sanierungsarbeiten eine etwa einmonatige Schließung des Bads nötig machten, zeigte sich in den ersten Wochen beim Betreten des eigentlichen Bads: Ein riesenhaftes Gerüst belegte praktisch den gesamten Innenraum, das Wasser war aus allen Becken gelassen, die Gerüstbeine standen über die gesamte Breite des Schwimmbeckens hinaus und bis zum Ende des Kinderbereichs und reichten hinauf zur Decke. "Die drei Lichtkuppeln haben eine Verkleidung aus Spanholz. Die Platten haben angefangen, sich aufzulösen", erläuterte Michaela Garschagen, Betriebsleiterin des Freizeitbads.

Zwar sei man noch weit von der Gefahr entfernt gewesen, dass die Verkleidung abstürzen könne: "Aber es ist definitiv Zeit geworden, dass wir aktiv wurden", sagte Garschagen. Drei Alternativen für die Renovierung unter der Decke seien getestet worden, sagte die Betriebsleiterin weiter. "Zum einen waren Industriekletterer hier, die versucht haben, das Ganze ohne Gerüst zu machen. Leider sind die Kletterer aber nicht überall dahin gekommen, wo es nötig gewesen wäre." Die zweite Alternative wäre gewesen, von außen an die Lichtkuppeln zu gehen, sie abzunehmen und die Verkleidung auszutauschen. "Davon haben uns aber letztlich die Dachdecker aus Gründen der Durchführungsmöglichkeit abgeraten", sagte Garschagen.

Die Dschungellandschaft wird mit Folie gegen Staub geschützt. FOTO: Stephan Büllesbach

Also habe man sich auf die dritte - und somit einzig machbare - Alternative des Gerüsts verlegt. "Das Teuerste an der ganzen Maßnahme ist das Gerüst - und nicht die sonstigen Arbeiten", sagte Bürgermeister Dietmar Persian. Garschagen ergänzte: "Insgesamt sprechen wir von einem Volumen von 40.000 Euro, alleine knapp 19.000 Euro entfallen dabei auf das Gerüst." Das ganze Projekt sei auch für die Gerüstbaufirma Wedekind aus Hückeswagen nicht alltäglich gewesen. "So etwas würden sie nicht oft machen, und die Planungen seien enorm aufwendig. Vor allem auch um den Bereich der Wasserrutsche", sagte Garschagen.

Neben den Arbeiten unter dem Dach wurden nun noch weitere Renovierungsarbeiten erledigt, die sonst auch im laufenden Betrieb hätten gemacht werden müssen, sagte Thomas Nebgen, kaufmännischer Geschäftsführer der Bürgerbad gGmbH. Und Persian legte Wert darauf, dass Firmen aus der Region bzw. der Schloss-Stadt beauftragt wurden: "Neben der Gerüstbaufirma Wedekind sind das die Schreinerei Gerhards aus Wermelskirchen, der Fliesenmeisterbetrieb Dietmar Noack und der Malerbetrieb Horst Mettler aus Hückeswagen."

Die Stadt zeige mit dieser umfangreichen Renovierungsmaßnahme, wie wichtig ihr das Bürgerbad sei, sagte der Bürgermeister. Er lobte auch die gute Arbeit der Handwerker: "Am Sonntagabend, 10. Dezember, wurde das Wasser abgelassen, und am Montagmorgen waren alle Gewehr bei Fuß im Bürgerbad gewesen." Jetzt bleibe nur zu hoffen, dass beim Wiedereinlassen des Wassers keine der vielen Fliesen platzen würde: "Das kann vorkommen, auch mit mehreren Fliesen", sagte Nebgen und fügte an, dass deswegen jedoch das Wasser nicht wieder abgelassen werden müsse: "Der Fliesenmeisterbetrieb kann so etwas auch unter Wasser erledigen - es ist aber nur recht aufwendig."

Quelle: RP
 
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