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Hückeswagen
Das Ende der Stadbibliothek kommt wohl 2020

Hückeswagen: Das Ende der Stadbibliothek kommt wohl 2020
In fünf Jahren werden womöglich keine Bücher und sonstige Medien in der Stadtbibliothek mehr ausgeliehen werden können. FOTO: Dörner (Archiv)
Hückeswagen. Der Entwurf des Haushaltssicherungskonzepts (HSK) sieht fünf wesentliche Sparmaßnahmen vor. Bürgermeister Dietmar Persian war es gestern bei dessen Verstellung aber wichtig, zu betonen, dass das die Vorschläge der Verwaltung sind, die nun noch von der Politik beraten werden müssen. Abweichungen sind daher durchaus möglich.

Schließung der Stadtbibliothek Ab 2020 berücksichtigt die Verwaltung die Kosten und Einnahmen der Bücherei im HSK nicht mehr.

"Das Angebot kann in der bisherigen Form sicher nicht aufrechterhalten bleiben", betonte Persian. Es bestehe allerdings Raum für alternative Ideen, beispielsweise im Rahmen einer Kooperation mit Nachbar-kommunen, mit anderen Bibliotheken oder insbesondere auch die Neugestaltung eines Angebots durch ein verstärktes ehrenamtliches Engagement (Stichwort: Bürgerbibliothek). So wäre vielleicht eine Kooperation mit der Katholischen öffentlichen Bücherei denkbar.

Einführung von Parkgebühren Ab dem nächsten Jahr könnten auf Autofahrer wieder Parkgebühren zukommen. Die entsprechenden Ausgaben für die Überwachung sind ab 2016 im HSK eingeplant. Isabel Bever von der Kämmerei rechnet mit einer jährlichen Einnahme von 120 000 Euro - nach Abzug der Kosten für die Parkautomaten und das Personal.

Verzicht auf die Brücke Brückenstraße Aufgrund des Zustands der Brücke (s. unten stehenden Bericht) ist eine kurzfristige Sperrung unvermeidlich.

Persian rät daher, auf einen mehr als 200 000 Euro teuren Neubau zu verzichtet, um die Kosten so gering wie möglich zu halten. Die Abrisskosten liegen bei geschätzten 65 000 Euro.

Halbierung des Ordnungsdienstes Derzeit wird von Nebenberuflern außerhalb der Dienstzeit des Ordnungsamts ein Streifendienst erledigt, "der nicht gesetzlich vorgeschrieben ist". Dieser soll um 50 Prozent verringert werden.

Weiterer Personalabbau Seit 2005 hat die Stadt rund 20 Prozent ihres Personals abgebaut - und will den Bestand weiter reduzieren.

"Hier sind ebenfalls Einsparungen durch wegfallende Stellen zu erwarten", erläuterte Persian. So soll eine Stelle, wenn der betreffende Mitarbeiter in den Ruhestand geht, nicht mehr nachbesetzt werden.

(büba)
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