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Hückeswagen
Das Forum wird für einen Abend zum Orient

Hückeswagen: Das Forum wird für einen Abend zum Orient
Farbenfrohe Kostüme und grazile Tanzbewegungen begeisterten die Zuschauer am Samstagabend bei der Orient-Show im Forum. Sogar aus Bonn waren sie angereist, um die Darbietungen zweier Tanzgruppen aus Radevormwald und Solingen mitzuerleben. FOTO: Jürgen Moll
Hückeswagen. Eine Bauchtanzshow im Forum der Montanusschule versetzte die Besucher am Samstagabend für zwei Stunden in den Orient. Die Tänzerinnen zeigten dabei eine perfekte Körperbeherrschung. Von Marion Gerdel

Rund 150 Gäste freuten sich auf den Auftritt der Bauchtanzgruppen "Rahat Lukum" aus Radevormwald und der "Tanzoase Solingen", die am Samstag auf tänzerische Weise "Geschichten aus 1001 Nacht" präsentierten. Die Tänzerinnen begeisterten in einer mehr als zweistündigen Show mit gelungenen Choreografien, fantasievollen Kostümen und abwechslungsreichen Inszenierungen.

Erzähler Frank Peting las ein Märchen vor, in dem eine Prinzessin weltweit verstreute Rubine sammeln musste, um ihre todkranke Mutter zu retten. Damit war der Rahmen gegeben, die aufgeführten Tänze Orten wie Indien, Persien, dem Meeresgrund und Afrika zuzuordnen. In Gruppen, Duos und Soli wurde mit Schleiern, Lichtern und Säbeln getanzt. Auch die Kindergruppe der Tanzoase Solingen hatte drei eigene, mit viel Applaus bedachte Auftritte.

Schon beim ersten Tanz wurden die Zuschauer mit feuriger Musik auf einen Abend vorbereitet, der kaum Zeit zum Atemholen ließ. Die Begeisterung der Akteure riss sämtliche Zuschauer mit. Die Freunde oder Verwandte der Tänzerinnen im Publikum waren dabei genauso gefesselt, wie Gäste, die die Show eher zufällig besuchten.

Andrea Lüttgen aus Radevormwald und Jutta Diederichs aus Wuppertal hatten von einer Nachbarin von der Aufführung erfahren und erwarteten einen schönen Tanzabend. "Wir sind für alles offen", sagten sie vor Beginn der Show und könnten sich sogar vorstellen, selbst einmal mit dem Bauchtanz zu beginnen.

"Das ist eine Tanzform, die jedem Spaß macht, der Freude an Bewegung mitbringt", ist sich Monika Podszus sicher. Die Mitarbeiterin der Stadtverwaltung ist seit 16 Jahren begeisterte Bauchtänzerin. "Mein Mann tanzt nicht gern. Daher musste ich mir eine Alternative für die vorher getanzten Standardtänze überlegen", erzählte Monika Podszus. So sei sie zum Bauchtanz gekommen. "Zudem hatte ich schon immer eine Affinität zum Orient. Ich mag auch die Musik, die aber vielleicht nicht jedermanns Sache ist." Zum Zugucken war ihr Mann am Samstag natürlich ins Forum gekommen. Da ging es ihm wie vielen anderen Familienangehörigen, die sich eine der seltenen Bauchtanzvorführungen nicht entgehen lassen wollten. Inge Schmitz war extra aus Bonn angereist, weil ihre Tochter bei "Rahat Lukum" mittanzt. "Ich finde das immer wieder faszinierend", sagte sie. "Bauchtanz ist eine Kunst, bei der man hochkonzentriert sein muss. Sich so perfekt zur Musik bewegen zu können, das bewundere ich."

Die Tanzlehrerinnen, Eugenia aus Radevormwald und Irina aus Solingen, bestachen durch perfekte Inszenierungen und spektakuläre Vorführungen wie einen Säbeltanz. Verdienten großen Applaus erhielt die Tänzerin Tanja von der "Tanzoase Solingen" für ihre Interpretation der "Jinny". Sie bewegte ihren ganzen Körper von den Hüften über die Taille, die Brust und die Schultern bis hin zum Kopf punktgenau auf jeden Trommelschlag der Musik. Dass auch alle anderen Tänzerinnen den Hüftschwung, den "Schimmi", wie das Erzittern verschiedener Körperpartien genannt wird, und die Schlangenarme beherrschten, zeigte sich in jeder einzelnen der vorgeführten Choreographien.

"Das war unser erster öffentlicher Auftritt", sagte Eugenia Oesterle. Mit ihren Tänzerinnen war sie sehr zufrieden. Nur die technische Ausstattung, die auch verhinderte, dass der Ausgang des Märchens erzählt werden konnte, soll bei der nächsten Aufführung verbessert werden.

Quelle: RP
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