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Hückeswagen
Das kleinste Orchester der Welt zu Gast in Hückeswagen

Hückeswagen. Sie ist ein gerngesehener Gast in der Schloss-Stadt: Die Show-Organistin Claudia Hirschfeld, die mit ihrer Wersi-Orgel, "dem kleinsten Orchester der Welt", am Pfingstsonntag bereits zum zweiten Mal im Kultur-Haus Zach zu Besuch war. Dieses Mal war sie indes alleine gekommen, hatte aber eine ganze Wagenladung bekannter Filmmusiken im Gepäck. Rund 40 Zuhörer waren ins Haus Zach gekommen und freuten sich über knapp zwei Stunden Filmmelodien, die Hirschfeld mit jeder Menge sicht- und hörbarer Spielfreude aus den drei Manualen ihrer Show-Orgel ins Publikum transportierte. Von Wolfgang Weitzdörfer

Los ging es mit dem Tom-Cruise-Agententhriller "Mission: Impossible", dessen hektisches Thema ein idealer Einstieg in den Abend war. Gute Idee: Per Beamer wurden nicht nur Szenenbilder aus den einzelnen Filmen auf eine Leinwand projiziert, die hinter Hirschfeld aufgehangen war. Durch Kameras, die auf die Pedale und die Manuale gerichtet waren, konnten die Zuschauer zudem genau mitverfolgen, was Hirschfeld da gerade so spielte.

Die Musikerin aus dem Kreis Soest macht schon seit rund 30 Jahren Musik auf der Orgel. Diese langjährige Erfahrung war ihr bei jeder Note deutlich anzuhören - jeder Ton saß, sie spielte mit einer Leichtigkeit selbst die kompliziertesten Figuren und Läufe und war dabei stets voll bei der Sache: Lachen, Lächeln, ein verträumtes Gesicht, spontane Hüpfer auf dem Orgelhocker - keine Frage, die 48-Jährige ging voll und ganz in der Musik auf.

Die Programmauswahl war dabei mehr als gelungen: Bombastisches, etwa aus dem Sandalen-Film-Klassiker "Ben Hur" mit Charlton Heston, wechselte sich mit romantischen Klängen aus "Frühstück bei Tiffany", dem neuzeitlichen Piraten-Klassiker "Fluch der Karibik" und der "Titanic"-Schmonzette "My Heart Will Go On" ab, so dass nie Langeweile aufkam.

Und es gab auch eher Ungewöhnliches zu hören. Unbekannter, aber dafür nicht weniger großartig war etwa die Filmmusik aus dem Holocaust-Drama "Schindlers Liste" von John Williams oder jene aus Mel Gibsons "Die Passion Christi", die beide auf ebenso große Begeisterung im Publikum stießen, wie das "Star-Wars"-Medley oder die Doldinger-Titelmusik des U-Boot-Klassikers "Das Boot" oder der Hit aus "Sister Act", "I Will Follow Him".

Nur konsequent war es da, dass es zum Schluss standing ovations für Hirschfeld gab, und diese noch drei Zugaben - "Lalelu", "Ein Freund, ein guter Freund" und noch einmal "Fluch der Karibik" - spielte, ehe sie sich in den Feierabend verabschiedete. Bis zum nächsten Mal!

Quelle: RP
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