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Hückeswagen
Defibrillatoren helfen und retten Leben

Hückeswagen: Defibrillatoren helfen und retten Leben
Bei einem Aktionstag des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) zur Woche der Wiederbelebung im Remscheider Allee-Center in der vergangenen Woche fungiert Angelika Vaubel als Lebensretterin bei einer Herzmassage mit einem Defibrillator. Christopher Rose vom DRK hilft mit einer Mund-zu-Mund-Beatmung. FOTO: jürgen moll (archiv)
Hückeswagen. Die Kreisverwaltung des Oberbergischen Kreises hat mehrere der medizinischen Geräte in Einrichtungen des Kreises platziert, die den Herztod verhindern können. Patienten mit Herzversagen sollen so schnell wiederbelebt werden. Von Joachim Rüttgen

Eine elektronische Stimme gibt Anweisungen, ähnlich wie bei einem Navigationsgerät. Doch bei einem Defibrillator ist das Ziel noch ein viel wichtigeres als ein geografisches: die Chance, Leben zu retten. So hat auch die Kreisverwaltung des Oberbergischen Kreises inzwischen mehrere dieser medizinischen Geräte in Kreis-Einrichtungen platziert, die den Herztod verhindern können.

"Das ist uns ein wichtiges Anliegen. Dabei handelt es sich um eine effektive Maßnahme, um Patienten mit Herzversagen wiederzubeleben", sagt Landrat Hagen Jobi. Und Kreisdezernent Klaus Grootens ergänzt: "Wir wollen mit gutem Beispiel vorangehen. Gerade an Orten, an denen sich viele Menschen aufhalten, kann ein solcher Defibrillator überlebenswichtig sein."

Auch für Dr. Ralf Mühlenhaus, Leiter des Amtes für Rettungsdienst, Brand- und Bevölkerungsschutz des Kreises, hat ein solches Gerät eine große Bedeutung. "Kammerflimmern kann tödlich sein, und der Defibrillator kann dieses Kammerflimmern identifizieren. Je frühzeitiger man es entdeckt und handelt, desto größer sind die Überlebenschancen", sagt er. Die sofortige Aufnahme der Wiederbelebungsmaßnahmen könne entscheidend die Überlebensrate der betroffenen Menschen erhöhen, ebenso der Einsatz von Defibrillatoren.

"Defibrillatoren sind sehr hilfreich und eine gute Maßnahme. Man darf sich aber nicht nur auf die Technik verlassen, sondern muss auch im Sinne der Wiederbelebung beherzt zugreifen", betont Mühlenhaus. Reanimationsversuche in Verbindung mit einem Defibrillator seien das Optimum, was Laien machen könnten, bis der Rettungsdienst anrückt. "Der größte Fehler, den man machen kann, wäre nicht zu helfen", sagt er. Defibrillatoren sind im Kreishaus, Moltkestraße 42, im Gesundheitsamt, Am Wiedenhof 1-3), im Straßenverkehrsamt, Gummersbacher Straße 41a, und in der Akademie für Gesundheitswirtschaft und Senioren (AGewiS/Steinmülleralle 11) jeweils in Gummersbach stationiert. Zusätzlich dazu gibt es weitere Geräte am Berufskolleg Dieringhausen, an den Kaufmännischen Berufskollegs Gummersbach-Hepel und Waldbröl sowie an der Helen-Keller-Schule in Wiehl-Oberbantenberg, die in Trägerschaft des Oberbergischen Kreises sind.

Darüber hinaus haben Kreis, Deutsches Rotes Kreuz (DRK) und der Verein Rettung Defibrillatoren angeschafft und an ausgewählten Punkten in allen oberbergischen Kommunen und in Schwimmbädern positioniert.

Die modernen, automatisierten externen Defibrillatoren (AED) sind einfach und sicher zu bedienen. So können nicht nur Ärzte schnell helfen, sondern in Notsituationen auch medizinische Laien. "Trauen Sie es sich zu, die Bedienung ist nicht schwer, und das Gerät gibt zusätzlich Hinweise", appelliert Jobi.

Wer dennoch größere Sicherheit im Umgang mit Defibrillatoren und für die Reanimation erlangen möchte, kann an der Akademie für Gesundheitswirtschaft und Senioren auch Schulungen belegen, bei denen die Bedienung eines AED sowie wichtige Wiederbelebungsabläufe geübt werden können.

Weitere Informationen erhalten Interessierte bei Regina Weßelmecking, Tel. 02261 884382, bei Akademieleiterin Ursula Kriesten, Tel. 02261 884388, sowie im Internet unter www.agewis.de unter dem Menüpunkt Fort- und Weiterbildung (Qualifizierung).

Quelle: RP
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