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Hückeswagen
Der Bürgerbus kommt bald

Hückeswagen. Spätestens im Juni soll der Bürgerbus seine Fahrten aufnehmen. Die Nachricht stand im Mittelpunkt der ersten Jahreshauptversammlung des im September gegründeten Bürgerbus-Vereins. Winfried Boldt ist der Vorsitzende. Von Heike Karsten

Im Grunde genommen könnte der Bürgerbus sofort seine Linienfahrten aufnehmen: Seit voriger Woche liegen dem Trägerverein alle Genehmigungen vor. Es haben sich ausreichend Freiwillige gemeldet, die den Bus durchs Stadtgebiet steuern wollen, und die ehrenamtlichen Fahrer erhielten am Donnerstagabend einen ersten Einblick in die Streckenführung.

Was noch fehlt, ist das Transportmittel. Aber: "Der Bus ist bestellt, das ist das Entscheidende", betonte der Vorsitzende Winfried Boldt auf der ersten Jahreshauptversammlung des Vereins im "Haus Hartmann".

Letzte Arbeiten vor dem Start

Bis zur Lieferung des Mercedes-Sprinters mit kombiniertem Benzin-Erdgasantrieb, die für das zweiten Quartal in Aussicht gestellt ist, sind noch letzte Vorbereitungen zu treffen. Die vorgeschriebenen medizinischen Untersuchungen der ehrenamtlichen Fahrer stehen noch an, ebenso die Erstellung der Fahrpläne, der Druck der Werbeflyer sowie das Anbringen der Haltestellen-Schilder. Die Markierungen sollen dabei größtenteils an bereits vorhandene Schilder angeklemmt werden.

Die Fahrtstrecken von jeweils zirka 20 Minuten Dauer stehen bereits fest; Start und Endhaltestelle wird immer der Etapler Platz sein. Angefahren werden die Siedlung in Kleineichen, der Dierl und Fürstenberg, Schnabelsmühle und Höchsten sowie die Kölner Straße bis Wegerhof. Zusätzlich wird eine Kurzstrecke zum Johannesstift eingerichtet. Alle Routen werden werktags viermal angefahren; im Sommer ist eine weitere Linie zur Bever-Talsperre geplant.

Gisela Wagner lebt seit neun Jahren im Johannesstift und ist Mitglied im Bürgerbus-Verein. "Ich fahre zwar selber noch Auto, aber man muss ja an später denken", sagte die 83-Jährige. Sie regte an, bei der Erstellung des Fahrplans die festen Essenszeiten des Altenheims zu beachten. "Darüber haben wir uns bereits informiert", versicherte Boldt. Der Kleinbus des Johannesstifts fährt die Bewohner bisher nur donnerstags zum Wochenmarkt.

Boldt hatte noch eine weitere positive Nachricht für 34 Mitglieder im "Haus Hartmann": "Wir haben einen Sponsor gefunden." Der Energiesversorger BEW will die Werbefläche auf dem Bürgerbus für mehrere Jahre nutzen. Weitere Einnahmequellen sind die Organisationspauschale des Landes, die Beiträge der über 50 Mitglieder (die Fahrer sind befreit), Fahrpreise und Spenden. "Wir können Spendenquittungen ausstellen, denn wir sind einer der wenigen Bürgerbus-Vereine, die gemeinnützig sind", betonte Boldts Stellvertreter Jörg Ehrkamp.

Selbst wenn das Angebot anfangs nur schleppend angenommen werden sollte, seien die jährlichen Kosten abgedeckt, hieß es. Da nach einem festen Fahrplan gefahren wird, sind Ausfälle nur bei extremem Wetter zu erwarten. Sollte der Bus einmal defekt sein, gibt es Ersatz. Dann fährt entweder ein OVAG-Bus, ein Taxi oder ein Privatwagen.

Quelle: RP
 
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