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Hückeswagen
Der musikalische Kosmos des Erario

Hückeswagen. Mediterrane Rockmusik rund um den Menschen im Universum: Der Gitarrist und Musikschullehrer Cosimo Erario stellt seine fünfte CD-Veröffentlichung vor. Dabei greift der 45-Jährige kräftig in die Saiten – und nach den Herzen der Zuhörer. Von Maren Panitz

"Dazusein" lautet der Titel der neuen CD des italienischen Gitarristen Cosimo Erario ins Deutsche übersetzt. In den 13 neuen Songs seiner fünften Veröffentlichung gibt sich der 45-Jährige ausgesprochen philosophisch. Kurz und bündig "C'è" heißt das fünfte Werk in der Landessprache des Hückeswagener Musikschuldozenten, der seit vielen Jahren dem lokalen Gitarrennachwuchs den gefühlvollen richtigen Griff in die Gitarrensaiten vermittelt.

Der gebürtige Italiener aus dem süditalienischen Bari betrachtet seine Musik, das menschliche Dasein und sein Leben mit einem optimistischen Humor. "Ich ziehe meine Energie und meinen Wunsch zur Weiterentwicklung aus der glücklicherweise oftmals sehr konstruktiven positiven Resonanz meiner Fangemeinde, mit der ich mich zum Beispiel auch auf Facebook intensiv austausche", sagt der Gitarrist. Deshalb ist es dem 45-Jährigen auch sehr wichtig, sich möglichst parallel mit möglichst vielen verschiedenen Musikprojekten zu beschäftigen. Neben seinen Unterrichtsstunden in den Musikschulen Hennef und Hückeswagen lehrt er auch an der Deutschen Pop-Akademie Köln.

"In den zwei Jahren der Musikaufnahmen in meinem eigenen Produktionsstudio EGP Records verbrachte ich manche Nacht mit meinen Gitarren", erinnert er sich an viele intensive Arbeitsstunden. Das Ergebnis ist ein Stilmix aus Rock, Funk, Pop und lateinamerikanischer Exotik, der stets von der für Erario so charakteristischen mediterranen Lebensfreude geprägt ist.

Vielleicht spiegelt die Energie und Lebensfreude, die aus den Liedern herauszuhören ist, die Veränderungen wieder, die sich aktuell im Privatleben des italienischen Musikers ereignen. "Seit zwei Jahren lebe ich in einer unglaublich inspirierenden Beziehung mit meiner portugiesischen Lebensgefährtin. Für uns beide wird sich im Leben demnächst vieles ändern, weil wir im Juni unserer erstes Baby erwarten", verrät der Wahl-Kölner und werdende Vater.

Obwohl er sich inder Domstadt mittlerweile heimisch fühlt, kreist sein Universum noch immer eng um die italienische Heimat. "Dort lebt noch immer ein Großteil meiner Familie, und dort treffe ich noch immer viele Musiker, mit denen ich gemeinsame Arrangements in Angriff nehme", sagt Cosimo Erario. Seine Leidenschaft für Musik und sein Wissen gibt er aber nicht nur an die Musikschüler in Hückeswagen weiter. Er engagiert sich auch für soziale Musikprojekte. Mit dem "Menschen Symphonie-Orchester" in Köln, in dem Obdachlose in das Kulturleben integriert werden, hatte er vor acht Jahren beim Weltjugendtag in Köln einen Auftritt vor etwa 100 000 Menschen.

"Wenn ich überlege, dass ich vor vielen Jahren aus Bari weggezogen bin, um mit mehrjährigen Welttourneen und einem Musikstudium in den USA meine eigene Karriere zu planen, bin ich nun letztlich nur bis zum Bergischen Land und ins Rheinland gekommen. So klein ist mein eigenes Universum", philosophiert Erario.

(RP/ac)
 
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