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Der neue Etapler Platz kommt gut an

Mobile Redaktion: Der neue Etapler Platz kommt gut an
% Viele Hückeswagener nutzten bei der Mobilen Redaktion der BM die Gelegenheit, ihre Meinung zum Etapler Platz kundzutun. Hier ist Redakteur Stephan Büllesbach gerade im Gespräch mit Bronislawa Schäfer. Die Anwohnerin des Schwarzen Wegs äußerte dabei ihr Missfallen. & Häufig kritisiert wurde, dass viele Autofahrer noch nicht die neue Einbahnstraßenregelung im Blick haben. Richtig ist: Beim Schuhhaus geht's auf den Etapler Platz (l.), an der anderen Parkreihe wieder hinaus. Entsprechende Schilder sind aufgestellt. FOTO: Peter Meuter / Stephan Büllesbach (3)
Hückeswagen. Noch fehlen Sitzgelegenheiten, Spielgeräte und Fahrradständer, aber der neu gestaltete Etapler Platz kommt bei den meisten Hückes- wagenern gut an. Das ergab die Mobile Redaktion der BM. Kritik am "neuen Zentrum" gab es aber auch. Von Stephan Büllesbach

Hückeswagen Andreas Schröder erinnert sich noch mit Gruseln an den Etapler Platz von vor zehn Jahren: "Das Gebäude, in dem das Dänische Bettenlager war, stand leer. Es gab noch den Schuppen der Raiffeisen-Genossenschaft, und der Kaufpark sah auch nicht wirklich schön aus", sagt der Bauamtsleiter am Stand der BM. Durch den, wenn auch langen Umbau des gesamten Zentrums mit der Errichtung des Neubaus, dem Umbau des Rewe-Markts und jetzt der Neugestaltung des Etapler Platzes habe sich das Bild zum Positiven verändert. "Wir sind hier in der Region in einer tollen Lage", stellt Schröder fest. "Alles, was man für den täglichen Bedarf braucht, gibt es an einem zentralen Platz."

Dieser Meinung ist auch die große Mehrheit derer, die am Montagnachmittag bei der Mobilen Redaktion am Rewe-Markt ihre Meinung äußern. "Er ist schön geworden", sagt Ursel Böhl über den Etapler Platz. Nur, dass die Bänke noch nicht aufgestellt seien, kann sie nicht verstehen. "Wir wollen den Einbau kompakt und wirtschaftlich halten", erläutert Schröder. Im Herbst werde einmal ein Betonmischer vorfahren, und dann würden alle Poller, Bänke, die 19 Fahrradständer und die Gabionen gesetzt. "Für uns war zunächst wichtig, dass der Platz zum Schützenfest fertig war." Der Subunternehmer habe momentan aber Betriebsferien. Deshalb dauere es etwas, bis die Restarbeiten erledigt sind. Dazu gehört auch das Pflanzen der Bäume.

Vor allem darauf freut sich Roswitha Scheider. "Dann haben wir hier eine schöne grüne Oase", sagt die Anwohnerin. Sie ist froh, dass die Bauarbeiten, die sich insgesamt über zwei Jahre erstreckt haben, endlich vorbei sind: "Wenn im Rewe-Umbau Kernbohrungen gemacht wurden, klirrten bei uns die Gläser im Schrank". Peter Gerhardus ist derweil froh, "dass das Theater aufhört, dass hier jeder hin- und herfährt, wie er will". Die neue Einbahnstraßenregelung sei viel angenehmer. Allerdings hat sich diese bereits als Problem herausgestellt. So berichtet etwa Winfried Thimm davon, dass viele Autofahrer diese noch nicht verinnerlicht haben und verbotenerweise gegenüber des Drogeriemarkts auf den Platz fahren würden. "Manche Leute sind wohl noch an die alte Regelung gewöhnt", sagt er und hofft, dass die Ordnungskräfte der Stadt einen Blick darauf haben werden. "Auf jeden Fall aber hat der Platz gewonnen", betont Thimm.

Ein anderes Problem, dass Frieda Huhs und Peter Gerhardus ansprechen, ist die Tiefgarage. Beide halten sie wegen der vielen Pfeiler für zu eng. Einige Fahrer hätten bereits ihre Autos daran beschädigt, "andere fahren deswegen erst gar nicht hinein", glaubt Gerhardus. Bauamtsleiter Schröder verweist hingegen darauf, dass es im neuen Teil besser sei, "der alte Teil der Tiefgarage wurde in den 1980ern gebaut".

Überhaupt nicht einverstanden mit der Gestaltung des Etapler Platzes ist Bronislawa Schäfer. Vor allem die Fassade des Neubaus hätte mit mehr Fantasie gestaltet werden können, sagt die Anwohnerin des Schwarzen Wegs. Auch das Schwarz-Rot des Rewe-Markts findet bei ihr keine Gnade: "Vorher war das Gebäude ansprechender und nicht so gewaltig", meint die 92-Jährige.

Anders sehen das Ursula Drewell und Elfriede Arnold. Die beiden Freundinnen haben den Etapler Platz gerade noch vor Kritikern verteidigt. "Hückeswagen muss doch modern werden", sagt Ursula Drewell. Und Elfriede Arnold findet das "Gesamtpaket" mit Wupperauen und innerer Ortsumgehung richtig gut. Auch Monika Dietrich ist begeistert: "Mir gefällt der Platz. Wenn jetzt noch die Sitzgelegenheiten und etwas für Kinder kommen, ist das mit Sicherheit eine schöne Sache."

Harry Fuchs kritisiert indes, dass es nach dem Umbau zu wenig Parkplätze im Zentrum gibt. "Da hätte man im Bereich Wupperaue / Alte Ladestraße noch welche anlegen können", schlägt er vor.

Quelle: RP
 
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