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Hückeswagen
Die Brücke wird wieder nutzbar gemacht

Hückeswagen: Die Brücke wird wieder nutzbar gemacht
CDU-Ratsmitglied Harald Bannies (r.) und Willi Endresz, Vorsitzender des Hückeswagener CDU-Stadtverbandes, übergaben gestern Morgen symbolisch die 18 Querstreben an die Mitarbeiter des Bauhofs. FOTO: wolfgang weitzdörfer
Hückeswagen. Fußgänger und Radfahrer können aufatmen: Seit gestern laufen die Arbeiten, um die Brücke an der Brückenstraße zumindest für einen gewissen Zeitraum wieder zu öffnen. Eine Lösung ist das aber nur bis Ende kommenden Jahres. Von Wolfgang Weitzdörfer

Seit gestern früh tut sich was an der Brücke Brückenstraße. Seit April ist der Übergang voll gesperrt, jetzt sind Mitarbeiter des Bauhofs damit beschäftigt, die Verbindungsbrücke zwischen dem Mühlenfeld und Höchsten wenigstens für Fußgänger und Radfahrer wieder freizugeben. CDU-Ratsmitglied Harald Bannies und Willi Endresz, Vorsitzender des Hückeswagener CDU-Stadtverbands, hatten gestern Morgen symbolisch die insgesamt 18 Querstreben, die vom CDU-Stadtverband finanziert wurden, an die Mitarbeiter des Bauhofs übergeben, die auch gleich mit der Montage loslegten. Da die ursprünglichen Geländer so marode waren, dass für die Sicherheit nicht mehr hätte Gewähr getragen werden können, hatte die Stadt nach einem Statik-Gutachten die Brücke komplett gesperrt.

Ein Ärgernis für viele Anwohner, das hat auch Bannies mitbekommen, dessen Wahlkreis jenseits des Höchsten ist, wo er selbst wohnt. "Da sind viele auch ältere Einwohner, die sich seit April nicht mehr auf dem kurzen Weg über die Brücke gegenseitig besuchen konnten, sondern immer bis zum Kreisverkehr gehen mussten. Eine nicht unerheblich längere Strecke", sagt Bannies. Daraufhin ergriff das CDU-Ratsmitglied die Initiative. Denn von der Stadtverwaltung kam die klare Ansage, dass ein notwendiges neues Geländer nicht finanziert werden könne. Daraufhin sprang der CDU-Stadtverband in die Bresche und ließ gemeinsam mit einer Hückeswagener Firma den Prototypen einer Querstütze produzieren, die die bereits vorhandenen Zaunelemente entsprechend stützen kann. Nach der Abnahme der Konstruktion durch den Statiker wurden 18 Querstützen gefertigt, neun für jede Brückenseite.

Blieb nur noch das Problem der Montage: "Im Gespräch mit Bürgermeister Persian hatte dieser zugesagt, dass er die Montage über den Bauhof laufen lassen könne, wenn wir die Querstützen mit einer Spende finanziert bekämen", sagt Bannies, der froh ist, dass er jetzt wieder auf kurzem Wege zu Fuß in seinen Wahlkreis hinübergehen kann. Auch die Reaktion der Anwohner ist ausgesprochen positiv, erzählt Endresz. "Es waren gestern am frühen Morgen bereits einige Bürger da und haben sich die Bauarbeiten angesehen", sagt er. Und Bannies ergänzt: "Ich war auch die ganze Zeit über mit mehreren Anwohnern in Kontakt und habe sie über die Fortschritte informiert."

Der Übergang wird durch den Zaun nun soweit verjüngt, dass Fußgänger und Radfahrer die Brücke bequem passieren können und auch die Gefahr durch das marode Geländer gebannt ist. Allerdings ist das nur eine Lösung auf Zeit, wie Bannies einschränkend zugibt. "Die Brücke steht ja schon etwa 120 Jahre, sie ist einfach alt und sanierungsbedürftig. Die Lösung mit dem schmaleren Durchgang zieht nur bis Ende 2016. Dann müssen wir die Brücke entweder abreißen oder komplett sanieren."

Ein Neubau würde - ohne Abbruchkosten - mit 130.000 Euro zu Buche schlagen, zumindest kostete das eine vergleichbar große Brücke in Remscheid, sagt Bannies. Bürgermeister Persian hatte in Aussicht gestellt, die Brücke auf jeden Fall erhalten zu wollen.

Quelle: RP
 
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