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Hückeswagen
Die christliche Partnerschaft reicht jetzt über drei Kontinente

Hückeswagen. Der Evangelische Kirchenkreis, zu dem auch Hückeswagen gehört, pflegt intensive Kontakte zu Glaubensbrüdern in Ruanda und in Indonesien. Von Susanne Katterwe

REMSCHEID "Wir sind Brüder geworden. Brüder mit verschiedenen Hautfarben, aber einem Blut. Brüder in Christus", sagte Referent Heru Purwanta aus Indonesien. "Hier in Deutschland waren wir sofort willkommen und freudig aufgenommen", pflichtet ihm Referent Anastase Mashyaka aus Ruanda bei. Die beiden Pfarrer haben mit je zwei Partnern aus ihren Heimatkontinenten eine Woche in Remscheid verbracht. Am Sonntag fand der Abschlussabend für die Delegation im Haus der Kirche des Evangelischen Kirchenkreises Lennep statt. Dieser war eine letzte Gelegenheit für ein gemütliches Beisammensein und Zurückblicken auf eine Woche voller neuer Eindrücke in der jungen trilateralen Partnerschaft.

Denn diese besteht nun seit etwa einem Jahr zwischen den drei Gemeinden: der ländlichen Kigeme Diözese aus Ruanda, der GKJTU aus Java/Indonesien und dem evangelischen Kirchenkreis Remscheid unter dem Verein Evangelische Mission. Seit 2014 strebt der evangelische Kirchenkreis schon diese trilaterale Partnerschaft an. Mit dem Besuch einiger Abgesandter im vergangenen Frühjahr in Ruanda, trat die ersehnte Partnerschaft dann in Kraft. Seither besteht die Verbindung über die Kontinente hinweg. "Eine solche trilaterale Partnerschaft ist eine Seltenheit. Aber über den eigenen Kirchturm zu gucken, kann ja nur helfen", meint der Superintendent Pfarrer Hartmut Demski, der von Beginn an an dem Vorhaben beteiligt war.

Er war einer derjenigen, die letztes Jahr erstmals die neuen Partner in Ruanda besuchten. Ziel der Partnerschaft ist es, in erster Linie voneinander zu lernen und das Leben in den drei Ländern im Rahmen der Glaubensgemeinschaft kennenzulernen. Nach dem ersten Treffen 2015, war diese Woche nun ein Wiedersehen nach langer Zeit und weckte nicht nur alte Erinnerungen, sondern führte den Gästen neue Eindrücke vor Augen. Und hierbei zeigten sich starke Unterschiede zwischen den Ländern, die für die weit gereisten Gläubigen gleichermaßen überraschend, wie begeisternd waren. So waren die Referenten vor allem fasziniert von den deutschen Schulen und Krankenhäusern und der Professionalität der dortigen Lehrer und Ärzte. "Es ist so komplett anders als bei uns zu Hause. Neu und eindrucksvoll. Nicht vergleichbar mit unserer Heimat", berichtet Anastase, der zum ersten Mal in Deutschland war und aus einer sehr ländlichen und einfachen Gegend in Ruanda stammt. In den vergangenen Tagen haben die Gäste mit ihren Gastgebern außer verschiedenen Gottesdiensten nämlich auch einige besondere Sehenswürdigkeiten der Region und soziale und Bildungseinrichtungen in Remscheid besucht, um das deutsche Leben und die soziale Arbeit kennenzulernen. In den kommenden Jahren soll es in regelmäßigen Abständen treffen geben und eventuell wird man auch das ein oder andere voneinander abschauen können, um so die Gemeindestrukturen und das Leben der Gemeinde zu verbessern. , die sich erst zweimal gesehen haben.

Quelle: RP
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