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Hückeswagen
Die Firmung ist alles andere als uncool

Hückeswagen: Die Firmung ist alles andere als uncool
Mit dem Kreuz auf der Stirn von Weihbischof Dr. Dominikus Schwaderlapp empfingen die 44 Jungen und Mädchen aus dem Seelsorgeverband Radevormwald-Hückeswagen, begleitet von ihren Firmpaten, den Heiligen Geist. FOTO: Jürgen Moll
Hückeswagen. In der Pfarrkirche empfingen am Donnerstagabend 44 Firmlinge den Heiligen Geist. Die Jugendlichen aus Hückeswagen und Radevormwald erhielten von Weihbischof Dr. Dominikus Schwaderlapp das heilige Sakrament der Firmung. Von Cristina Segovia-Buendia

Dass die Firmung ein wichtiges Ereignis im Leben eines Katholiken ist, zeigte allein schon die große Zahl der Gottesdienstbesucher, die sich an diesem Abend in der Pfarrkirche versammelt hatten: Die Bänke der Pfarrkirche St. Mariä Himmelfahrt waren restlos besetzt. Zudem drängten sich Menschen am Ende des Kirchenschiffes, nur um bei der Firmung der jungen Gemeindemitglieder dabei zu sein.

"Die jährliche Firmung darf man nicht unterschätzen", betonte Pfarrer Marc Dominikus Klein in seinen Begrüßungsworten. Angesichts der großen Besucherzahl konnte dieser Satz auf zweierlei Arten verstanden werden: Nicht zu unterschätzen im Sinne der Menge an Interessierten, aber auch in der Bedeutung für die jungen Menschen, die in diesen Zeiten Halt in ihrem Glauben suchen.

Danach wandte sich Weihbischof Dr. Dominikus Schwaderlapp an die Jungen und Mädchen im Alter von etwa 14 Jahren: "Wochen und Monate habt Ihr Euch auf diesen Moment vorbereitet. Ihr habt Euch schick gemacht, seid bestimmt aufgeregt. Aber das Lampenfieber können wir beiseitelassen, schließlich sind wir heute alle unter uns."

Es folgte eine kurze Reflexion darüber, was junge Menschen heute noch dazu motiviere, das Sakrament der Firmung zu erhalten. "Ihr habt mir Briefe geschrieben", erzählte Schwaderlapp. "Viele haben mit Offenheit und Ehrlichkeit geschrieben, dass sie das machen, weil sie später Patenonkel oder Patentante werden wollen oder sich von diesem Abend viel Geld erhoffen." Eine Aussage, die für ein allgemeines Schmunzeln in den Reihen sorgte.

Für andere dagegen, verriet Schwaderlapp, sei die Firmung etwas Selbstverständliches, weil es in ihren Familien selbstverständlich sei. "Andere schrieben mir aber auch ganz ehrlich, dass sie mit ihrem Glauben ringen, dass der Glaube unter Jugendlichen uncool sei, und dass sie sich durch die Vorbereitung auf die Firmung mit ihrem Glauben auseinandersetzen wollten und dadurch hofften, den Heiligen Geist zu empfangen."

Egal welche dieser Gründe die jungen Menschen dazu gebracht hätten, die Firmung zu empfangen: "Es war eine gute Entscheidung", versicherte der Weihbischof. Er verglich den Heiligen Geist mit Wasser, das sowohl belebe, reinige, aber auch trage und leite.

Bei der Spende der Firmung nahm sich Schwaderlapp für jeden einzelnen der Jugendlichen ausreichend Zeit, um zusammen einen Moment innezuhalten: "Wir wollen uns einen Moment in die Augen blicken, damit sich dieser wichtige Moment tief in Eure Herzen eingräbt."

Quelle: RP
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