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Hückeswagen
Die Förderschulen wachsen zusammen

Hückeswagen: Die Förderschulen wachsen zusammen
Das Schulgebäude der Erich-Kästner-Schule wurde im 2011 eingeweiht. Die Hückeswagener Politik wünscht hier den Hauptstandort. FOTO: hd (archiv)
Hückeswagen. Für die Fusion der Förderschulen im oberbergischen Norden hat sich auch der Schulausschuss ausgesprochen. Hauptstandort soll die Erich-Kästner-Schule in Hückeswagen sein. Sie erhielt bei der Qualitätsanalyse Bestnoten. Von Brigitte Neuschäfer

Einstimmig hat sich der Schulausschuss für eine Zusammenlegung der Erich-Kästner-Schule (EKS) in Hückeswagen und der Armin-Maiwald-Schule in Radevormwald ausgesprochen. Für die Schüler beider Städte würde sich dadurch erst einmal nichts ändern, denn die vorhandenen Schulgebäude sollen erhalten bleiben. Organisatorisch und rechtlich wird die EKS zum Haupt-, die Armin-Maiwald-Schule zum Teilstandort, wenn es nach den Vorstellungen der Hückeswagener Politiker geht.

Der Ausschuss beauftragte die Stadtverwaltung, die Details mit der Stadt Radevormwald zu klären und eine öffentlich-rechtliche Vereinbarung zur Umsetzung zu entwickeln. Der Stadtrat der Nachbarstadt hatte sich schon Ende Februar für eine gemeinsame Förderschule im Nordkreis ausgesprochen. Sie ist letztlich auch alternativlos, denn keine der Schulen erreicht die gesetzlich geforderte Mindestgröße (144 Schüler). Ohne Zusammenlegung wäre die Schließung der Schulen die Folge. Für die Alice-Salomon-Schule in Wipperfürth, die kleinste der Förderschulen im oberbergischen Nordkreis, ist die Schließung zum Ende dieses Schuljahrs beschlossen. Die EKS hat 140 Schüler, die Armin-Maiwald-Schule 80 Schüler und damit deutlich weniger. Auch daraus leitet die Politik in Hückeswagen den Anspruch ab, dass die EKS künftig Hauptstandort der gemeinsamen Förderschule wird. Überdies ist der Weg der Wipperfürther Schüler nach Hückeswagen kürzer als der nach Rade. Eine "Steilvorlage" für den Beschluss im Schulausschuss hatte Renate Mohr geliefert, seit vielen Jahren Schulleiterin der EKS. Sie berichtete über die Ergebnisse der Qualitätsanalyse durch die Bezirksregierung, der sich die EKS vor einigen Monaten zu stellen hatte. Inzwischen liegt der Qualitätsbericht vor. Die Hückeswagener Förderschule schnitt in allen Bereichen mit Bestnoten ("vorbildlich"), mindestens aber mit guten Noten ("eher stark als schwach") ab. "Wir sind sehr zufrieden", sagte Renate Mohr. Als "viel zu bescheiden" wertete diese Aussage Schulrätin Gabriele Zimmermann. "Tatsächlich ist das ein auch landesweit ungewöhnliches und supertolles Ergebnis für die Erich-Kästner-Schule.

Der Qualitätsbericht bescheinigt die vorbildliche Arbeit dieser Schule", sagte sie. Der Qualitätsbericht der externen Gutachter umfasst mehr als 70 Seiten, denn die standardisierte Analyse zur Qualität der Schulen im Land ist sehr umfassend.

Der Bericht ist auf der Homepage der Erich-Kästner-Schule verfügbar. www.eks-hueckeswagen.de

Quelle: RP
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