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Altstadtfest 2017
Die Hückeswagener lieben ihr Fest

Altstadtfest 2017: Die Hückeswagener lieben ihr Fest
FOTO: Moll Jürgen
Hückeswagen. Bei der 42. Auflage war wieder viel los, obwohl es vor allem am Samstag häufig regnete. Der Wetter-Mix tat der Stimmung aber keinen Abbruch. Von Wolfgang Weitzdörfer

Hückeswagen Das Wetter hat tatsächlich nicht immer gut mitgespielt. Das 42. Altstadtfest bot seinen Besuchern einen eher durchwachsenen Mix aus kühlen Temperaturen und immer wieder auch teils kräftigen Regengüssen. Besonders schlimm war es am Freitagabend, an dem traditionell die Hückeswagener unter sich feiern. Aber trotz Dauerregens und teils empfindlich kühler Temperaturen im nur knapp zweistelligen Bereich war auf der Marktstraße eine ganze Menge los.

Gegen die Kälte halfen Panhas beim Pfarrcäcilienchor oder ein leckeres "Schnaff"-Bier bei den Wasserfuhr-Brüdern. Die verkauften alleine am ersten Abend schon 500 Liter ihres selbstgebrauten Biers und waren mit der Aktion rundum zufrieden: "Um 1 Uhr morgens haben wir die letzten Runden ausgeschenkt, gegen 2 Uhr war Schluss", sagte Roman Wasserfuhr.

Und auch zum offiziellen Festauftakt am Samstagmittag mussten sich die Hückeswagener mit gelegentlichem Regen anfreunden. Bürgermeister Dietmar Persian spendierte als Sofortmaßnahme ein 30-Liter-Fass des Jazz-Biers. Für das nächste Oktoberfest qualifizierte er sich beim Fass-Anstich: Persian brauchte nur einen Schlag - und schon sprudelte das Bier. "Es schmeckt sehr lecker, etwas herb, wirklich beinahe zum Reinlegen", lautete sein Urteil zum ersten Bier aus Hückeswagen. Und während die Altstädter Ratsbläser das Samstags-Bühnenprogramm am Schloss unter anderem mit einem Marsch für den im vergangenen Jahr verstorbenen Franz Mostert einläuteten, linste sogar erstmals die Sonne ein wenig durch die Wolken.

% Nachdem sich das Wetter gebessert hatte, herrschte großer Andrang in der Stadt, wie hier am Sonntag in der Marktstraße. ( Der Weber trödelt mit: Das Denkmal auf der Islandstraße stand allerdings nicht zum Verkauf. FOTO: J. Moll

Die Hückeswagener Vereine brachten auch in diesem Jahr wieder mit Feuereifer ihre Waren an den jeweiligen Ständen an die Besucher - die ursprüngliche Idee hinter dem Altstadtfest, nämlich die klammen Vereinskassen zu füllen, hat ja durchaus auch heute noch Relevanz. Und für den langjährigen Besucher war der Bummel über Marktstraße, Islandstraße und Schlossplatz dann auch eine Art Wiedersehen mit alten Bekannten. So gab es bei der katholischen Pfarrgemeinde die beliebte Kottenbutter, beim HTC war die Musik laut, die Getränke flossen zahlreich, beim Chor Modern Generation gab's Pillekuchen - beinahe überall duftete es nach Grillwürstchen und Pommes oder Backfisch und Reibekuchen.

Der Sonntag startete mit mehr Sonnenschein und dem Gotteslob am späten Vormittag, ehe sich die Chöre und Vereine mit kurzen, aber umso vielfältigeren Darbietungen präsentierten. Schade war allerdings, dass in diesem Jahr zunächst keine Stuhlreihen vor der Bühne aufgestellt waren. Wegen der Fluchtwege, wie Kai Waier vom Fachbereich 2 mitteilte. "Die Bühne steht jetzt im zweiten Jahr an ihrer Stelle recht mittig vor dem Schloss. Und die Fluchtwege müssen gesichert sein", sagte er. Viele der älteren Besucher, die sich das Bühnenprogramm ansehen wollten, halfen sich mit ihren mitgebrachten Rollatoren aus und setzten sich kurzerhand darauf.

Weil das aber auch keine Lösung für alle war, holten Persian, einige Stadtmitarbeiter und Vereinsmitglieder dann vor Beginn des Programms zumindest einige Stühle auf den Schlossplatz. "Für die Besucher am Vormittag, die eher älteren Semesters sind, ist das sicher angenehmer, wir werden die Bestuhlung gleich aber flexibel handhaben müssen", sagte Persian. Und weil sich im weiteren Tagesverlauf die Wolken auch immer mehr verzogen, die Bürger im Sonnenschein ihren Spaß hatten und die Stimmung durchweg gut war, fiel das Fazit des zum Altstadtfest insgesamt doch versöhnlich und positiv aus.

Quelle: RP
 
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