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Goldkonfirmation
Die Saat von vor 50 Jahren hat gute Früchte erbracht

Goldkonfirmation: Die Saat von vor 50 Jahren hat gute Früchte erbracht
Pfarrer Klaus-Peter Suder (r.) feierte am Sonntag in der Pauluskirche mit 61 Jubilaren ihre Konfirmation, die 50, 60 oder 70 Jahre zurücklag. FOTO: Jürgen Moll
Hückeswagen. HÜCKESWAGEN Eine silberne Suppenkelle hatte Dagmar Baumann 1965 zu ihrer Konfirmation erhalten. Jetzt, 50 Jahre später, erinnert sich die Goldkonfirmandin daran mit einem Lächeln. "Die Suppenkelle benutze ich heute immer noch", berichtete sie am Sonntag im Kreis der Jubilare, die der Einladung der Evangelischen Kirchengemeinde zur Goldkonfirmation gefolgt waren.

Mit einem Festgottesdienst in der Pauluskirche feierte die Gemeinde mit 61 Jubilaren, die vor 50, 60 oder 70 Jahren in der Gemeinde konfirmiert wurden. Pfarrer Klaus-Peter Suder wählte für seine Ansprache die Bibelstelle vom Sämann aus Lukas 8: "Und einiges fiel auf gutes Land, und es ging auf und trug hundertfach Frucht." Die Kantorei bereicherte den Gottesdienst mit Chorgesang.

Im Anschluss waren die Jubilare mit ihren nächsten Angehörigen zum gemeinsamen Mittagessen ins Gemeindezentrum Lindenberg eingeladen. Dort schwelgten nicht nur Dagmar Baumann und ihre Freundinnen Ilona Jedamzik und Gudrun Hagemann-Henseler in Erinnerungen. Die Konfirmation des Bezirks I im Jahr 1965 sei ein bahnbrechendes Ereignis, sagte der damalige Pfarrer Helmuth Herkenrath. So stand es auch in der Überschrift des Zeitungsartikels, den Ilona Jedamzik aufbewahrt hatte. "Wir waren die Landkinder", berichtete das Trio, das damals aus den Ortschaften Dörpersteg, Busenberg und Busenbach zum Konfirmationsunterricht kam. Der zweijährige Unterricht war nicht immer stressfrei. "Wir mussten viel auswendig lernen und auch eine Prüfung ablegen. Es war eine intensive Vorbereitung, bei der wir uns einem religionspädagogischen Konzept stellen mussten", erinnerte sich Gudrun Hagemann-Henseler.

Die Konfirmation vor einem halben Jahrhundert war ein Ereignis, an dem auch die gesamte Nachbarschaft teilnahm. Die Geschenke drückten meist Liebe und Verbundenheit aus oder waren zweckmäßig für die Aussteuer bestimmt. Das Wiedersehen in Hückeswagen erfreute besonders diejenigen, die schon in jungen Jahren in andere Städte verzogen sind und bis heute dort leben. "Jugendgeschichten

verbinden auf besondere Weise", sagte Gudrun Hagemann-Henseler, die die wiedergefundenen Kontakte nun aufrechterhalten möchte.

HEIKE KARSTEN

Quelle: RP
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