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Hückeswagen
Die unbekannte Einfahrt ins Island

Hückeswagen: Die unbekannte Einfahrt ins Island
Da geht's hinein ins Island - zumindest jeden Donnerstagmorgen. Der Bauhof beseitigt dann extra einen Poller, so dass die Zufahrt möglich ist. Demnächst soll sie noch ausgeschildert werden. FOTO: N. Hertgen
Hückeswagen. Donnerstags ist auf der Islandstraße weniger los. Die Händler möchten daher, dass die Bahnhofstraße zwischen Bauer und Lammert geöffnet wird. Die Stadt verweist jedoch auf die Zufahrt vom Goethetal ins Island, die viele offenbar nicht kennen. Von Stephan Büllesbach

Wenn die Sonne scheint, ist donnerstagsmorgens auf der Bahnhofstraße richtig viel Trubel. Denn dann ist Wochenmarkt. Eigentlich sollen davon auch die Händler der Islandstraße profitieren, doch sie tun es offenbar nicht. Im Gegenteil: Nur wenige Kunden des Wochenmarkts besuchen auch die Geschäfte im Island. Und das hat möglicherweise etwas damit zu tun, dass scheinbar kein Auto in der Zeit von 8 bis 14 Uhr dort hinein fahren kann.

Richtig ist, dass die Bahnhofstraße für den Wochenmarkt komplett gesperrt ist. Das gilt auch für den Bereich zwischen dem Café Bauer und dem Schmuckgeschäft von Bernd Lammert. Diese etwa 30 Meter sähen die Händler der Islandstraße auch donnerstags gerne für den Autoverkehr freigehalten, denn dann könnte von dort nach links zu ihren Geschäften abgebogen werden. Der Wochenmarkt sollte dafür, so ihre Vorstellung, zumindest für eine Testphase um ein paar Meter weiter Richtung Bachstraße verschoben werden.

Diesem Wunsch erteilt die Stadt jedoch eine Absage. Wie Bürgermeister Dietmar Persian gestern in einem Pressegespräch sagte, sind vor allem Polizei und Straßenverkehrsamt dagegen. Der Grund: "Wenn zum Beispiel Lkw-Fahrer an der Kreuzung geradeaus fahren, können sie nicht mehr wenden und müssen dann auf jeden Fall durchs Island." Das wollte Dirk Sessinghaus, Vorsitzender des örtlichen Einzelhandelsverbands und Inhaber eines Modegeschäfts im Island, so nicht stehen lassen. "Es fährt vielleicht der eine oder andere Lkw hierher, es wird aber keinen enormen Lkw-Verkehr geben." Zudem seien früher, als es am Wilhelmplatz noch einen Supermarkt gegeben hatte, jeden Tag große Laster über die Islandstraße gefahren.

Der Bürgermeister verwies jedoch darauf, dass das Island sehr wohl mit dem Auto zu erreichen ist. Allerdings sei die in Frage kommende Zufahrt nicht bei allen bekannt. Dabei handelt es sich um die kurze Gasse zwischen der Parkpalette an der Goethestraße (zwischen dem Frisörsalon Mujezinovic & Voßwinkel und dem Beerdigungsinstitut Murza) und der Islandstraße (zwischen Dönerimbiss und Modegeschäft "La Figura"). Jeden Donnerstag, wenn Wochenmarkt ist, wird die Zufahrt zum Island geöffnet. Dann kann allerdings nur nach links Richtung Weberdenkmal abgebogen werden.

"Viele trauen sich aber nicht, dort herzufahren", glaubt Karsten Schlickowey, Inhaber von "Stilmix". Und Sessinghaus sagte: "Gerade unsere auswärtigen Kunden, etwa aus Wipperfürth und Radevormwald, wissen nicht, wie sie donnerstags mit dem Auto ins Island kommen können." Die Händler forderten daher zumindest, dass die wenig bekannte Zufahrt deutlich ausgeschildert wird. Persian versprach, dass die Stadt Abhilfe leisten wird.

"Am besten wäre es, Hückeswagen würde einen richtigen Marktplatz bekommen", regte Schlickowey an und hatte dabei den Bahnhofsplatz im Blick. Der ist für den Bürgermeister jedoch aus zwei Gründen eher ungeeignet: "Er müsste auf eine Ebene gebracht werden. Und außerdem ist er noch weiter weg vom Island." Ob die Marktbesucher die dortigen Geschäfte dann aufsuchen würden, wagte er zu bezweifeln.

Quelle: RP
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